Hoffnung

Ein neues Leben für Finn

09.02.2026

Ende 2024 sorgte ein groß angelegter Tierschutzeinsatz in Ungarn europaweit für Entsetzen: Mehr als 300 Hunde wurden aus mehreren sogenannten „Horrorhöfen“ befreit.  

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Die Tiere lebten unter katastrophalen Bedingungen – eingesperrt in dunklen, verschmutzten Verschlägen, ohne medizinische Versorgung, vielfach unterernährt und schwer traumatisiert. Viele von ihnen überlebten diese Qualen nicht.

„Diese Hunde tragen schwere Erfahrungen in sich – aber sie sind keine verlorenen Seelen. Mit Zeit, Geduld und Verantwortung können aus traumatisierten Tieren wieder vertrauensvolle Begleiter werden“, sagt Stefan Scheidl, Tierheimleiter von Tierschutz Austria.

Während die strafrechtliche Aufarbeitung der Fälle andauert, beginnt für die überlebenden Hunde erst der eigentliche Weg zurück ins Leben. Drei der geretteten Tiere wurden in die Obhut von Tierschutz Austria übernommen. Einer von ihnen trug zunächst den Namen „Fear“ – heute heißt er Finn.

Unsere Tiere – Das große oe24.TV-Tierschutzmagazin von Sonntag, 08.02.2026, hier in voller Länge sehen. Nächste Ausgabe Unsere Tiere: 15.02.2026, 18:30 Uhr  

Als Finn im Tierheim ankam, war er stark verängstigt, unsicher und kaum an menschlichen Kontakt gewöhnt. Schritt für Schritt, mit viel Geduld, Ruhe und fachlicher Betreuung, lernte er, dass Menschen keine Bedrohung sein müssen. Dass Nähe ohne Angst möglich ist. Und dass ein Alltag auch Sicherheit und Freude bedeuten kann.
Heute hat Finn sein neues Zuhause gefunden. Er lebt in einer Familie, in der er ankommen darf – mit Vertrauen, Neugier und der Zeit, die es braucht, um Vergangenes hinter sich zu lassen. Seine Geschichte zeigt, was möglich ist, wenn Tiere nach schwerer Gewalt eine zweite Chance bekommen.

Doch nicht alle haben dieses Ziel bereits erreicht. Der ebenfalls aus Ungarn gerettete Hund Shrimpy wartet noch auf sein Für-immer-Zuhause. Ein weiterer Hund, Navin, wird in Kürze im Tierschutzhaus aufgenommen. Auch sie sollen die Chance erhalten, die Finn bereits hatte: ein Leben, in dem nicht die Vergangenheit entscheidet, sondern eine gemeinsame Zukunft.