Höchst Zeit, pelzfrei zu werden
23.02.2026Millionen von Tieren – darunter Füchse, Nerze und Marderhunde – werden in kargen Drahtkäfigen gehalten, in denen sie weder graben, schwimmen noch andere artspezifische Verhaltensweisen ausleben können.
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Sie fristen ihr Dasein auf wenigen Quadratmetern, umgeben von Exkrementen, Hunger und Stress. Viele Tiere entwickeln aufgrund der extremen Enge schwere Verhaltensstörungen, verletzen sich selbst oder werden Opfer von Aggressionen innerhalb der Käfige. Am Ende dieser grausamen Haltung steht ein qualvoller Tod, meist durch Stromschläge oder Vergasung – allein aus dem Motiv, Profit aus ihrem Fell zu schlagen.
Die Zucht und Haltung von Pelztieren oder das Fangen dieser Tiere in freier Wildbahn zur Herstellung von Mode‑ oder Luxusartikeln ist nicht nur grausam und unethisch, sondern in Zeiten zahlreicher hochwertiger Alternativen auch vollständig unnötig. Pelz ist ein Relikt vergangener Jahrzehnte und steht sinnbildlich für eine Industrie, die Tierleid mit ästhetischen Trends rechtfertigt.
Der Kampf gegen Pelz
Seit der Gründung im Jahr 1988 setzt sich Vier Pfoten konsequent für die Abschaffung der Pelzindustrie ein. Die Organisation kämpft gegen eine veraltete Branche, deren Produkte leicht ersetzbar sind und deren Praktiken nicht nur das Leben der Tiere zerstören, sondern auch massive ökologische und gesundheitliche Risiken bergen.
Pelzfarmen belasten Böden und Gewässer mit Giftstoffen, gefährden die öffentliche Gesundheit – wie etwa während der COVID‑19‑Pandemie durch nachgewiesene Übertragungen von Nerzen auf Menschen – und hinterlassen einen ökologischen Fußabdruck, der in keinem Verhältnis zu ihrem Nutzen steht.
Mehr als 1,5 Millionen Unterschriften gegen Pelz europaweit
Im Jahr 2022 hat Vier Pfoten gemeinsam mit zahlreichen europäischen Partnerorganisationen die Europäische Bürgerinitiative „Fur Free Europe“ gestartet. Ziel dieser Initiative: ein EU-weites Verbot der Pelztierzucht und des Inverkehrbringens von aus Pelz gewonnenen Produkten. Dank der Unterstützung engagierter Bürger:innen konnte Fur Free Europe mehr als 1,5 Millionen validierte Unterschriften sammeln – ein eindrucksvolles Zeichen der europäischen Bevölkerung gegen Tierqual und für eine moderne, ethische und nachhaltige Zukunft.
Seither bleiben Vier Pfoten und alle beteiligten Organisationen im intensiven Dialog mit politischen Entscheidungsträger:innen, führen Recherchearbeiten durch, veröffentlichen Reportagen aus Pelzfarmen, organisieren Kampagnenaktionen und setzen alles daran, dass dieses klare gesellschaftliche Signal in konkrete politische Maßnahmen umgesetzt wird.
Unser Einsatz endet erst, wenn diese grausame Praxis Geschichte ist – in Europa und weltweit, verspricht Fur Free Europe.