Kampf gegen die Plastikflut: Greenpeace schlägt Alarm

16.02.2026

Kaum ein Werkstoff hat unsere Welt so schnell verändert wie Plastik. Seit den 1950er-Jahren wurden weltweit rund acht Milliarden Tonnen produziert – ein Großteil davon existiert noch immer.  

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Denn Plastik zersetzt sich erst nach Jahrhunderten. Was nicht verbrannt wird, landet auf Deponien, in Wäldern, Flüssen und schließlich im Meer.

Allein in Österreich fallen jedes Jahr Hunderttausende Tonnen Plastikmüll an – ein großer Teil davon Einwegverpackungen, die nur wenige Minuten genutzt und dann weggeworfen werden. Greenpeace warnt: Einwegplastik ist kein Komfortproblem, sondern eine Umweltkrise. Viele Kunststoffprodukte landen schon nach kurzer Zeit im Müll – und bleiben dann für Generationen in der Umwelt.

Besonders dramatisch ist die Lage in den Ozeanen. Jede Minute gelangt rechnerisch eine LKW-Ladung Plastik ins Meer. Dort zerfällt es zu Mikroplastik, verteilt sich weltweit und gelangt über die Nahrungskette zurück zu uns Menschen. Forschungen zeigen: Mikroplastik wurde bereits in entlegenen Regionen wie der Antarktis nachgewiesen – und sogar im menschlichen Körper.

Greenpeace setzt sich weltweit für ein Ende der Wegwerfgesellschaft ein. Die Organisation fordert weniger Einwegplastik, mehr Mehrweg-Systeme und strengere Regeln für die Plastikproduktion. Statt immer neuer Verpackungen sollen wiederverwendbare Lösungen gefördert werden – etwa Mehrwegflaschen und -behälter. Auch ein Verbot von absichtlich zugesetztem Mikroplastik in Kosmetikprodukten gehört zu den zentralen Forderungen.

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Ein weiterer Schwerpunkt: politischer Druck. Greenpeace begleitet die internationalen Verhandlungen über ein globales Plastikabkommen und fordert klare, verbindliche Regeln zur Reduktion der Plastikproduktion. Denn solange immer mehr Plastik hergestellt wird, wächst auch der Müllberg – in Flüssen, Meeren und an unseren Küsten.

Gleichzeitig richtet sich Greenpeace an Handel und Industrie. Denn viele Konsumentinnen und Konsumenten wären bereit, plastikärmer einzukaufen – finden im Alltag aber oft kaum Alternativen. Nach Ansicht der Umweltschützer braucht es einen grundlegenden Wandel in der Verpackungsindustrie: Weg vom Wegwerfprodukt, hin zu langlebigen, wiederverwendbaren Systemen.