Richtig campen mit Hund – VIER PFOTEN gibt Tipps für einen sicheren Sommerurlaub
11.08.2025Campingurlaube mit Hund werden immer beliebter – ob für ein Wochenende an den See oder für zwei Wochen ans Meer. Die gemeinsame Zeit in der Natur kann für Mensch und Tier eine wunderbare Erfahrung sein.
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Doch damit der Urlaub mit dem Vierbeiner wirklich entspannt und sicher verläuft, gilt es, einige wichtige Dinge zu beachten. Gerade jetzt, wo eine Hitzewelle Österreich fest im Griff hat, ist besondere Vorsicht geboten.
Schon vor der Abreise beginnt die Vorbereitung. Der Hund sollte gechippt und ordnungsgemäß registriert sein – das ist in Österreich gesetzlich vorgeschrieben. Für Reisen ins Ausland empfiehlt VIER PFOTEN, sich frühzeitig über Einreisebestimmungen zu informieren. Impfungen, Entwurmungen oder andere tierärztliche Nachweise können Pflicht sein.
Auch der Campingplatz selbst will gut gewählt sein. Nicht überall sind Hunde erlaubt, manche Plätze gestatten sie nur in der Nebensaison oder schließen bestimmte Rassen aus. Auch die Umgebung sollte hundefreundlich sein – ein Platz mit kilometerweiter Entfernung zum nächsten Hundestrand ist vielleicht nicht ideal. Wer vorbereitet reisen möchte, erkundigt sich außerdem vorab, wo sich die nächstgelegene Tierarztpraxis befindet.
Beim Packen dürfen Futter, Wasser, Näpfe, Leinen, Brustgeschirr und Maulkorb nicht fehlen. Eine vertraute Decke oder das Lieblingsspielzeug sorgen für Sicherheit, besonders dann, wenn das gewohnte Hundebett keinen Platz findet. Wer selbst kocht oder roh füttert, sollte den Hund schon einige Tage vor der Reise langsam an das „Urlaubsfutter“ gewöhnen, um Magenprobleme zu vermeiden.
Besonders ernst ist die Lage beim Thema Hitze. Zelte, Wohnmobile oder Campingwagen können sich genauso schnell aufheizen wie Autos. Schon bei Außentemperaturen ab zwanzig Grad kann es im Inneren gefährlich heiß werden. Hunde dürfen deshalb niemals allein zurückgelassen werden – auch nicht für einen kurzen Einkauf. Der Hund muss jederzeit Zugang zu einem schattigen Platz und frischem Wasser haben. Das gilt auch, wenn er draußen angeleint ist.
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Auf dem Platz selbst sollte Rücksicht auf andere Camper selbstverständlich sein. Hunde sind stets an der Leine zu führen, ihre Hinterlassenschaften zu beseitigen, und Spielplätze oder Restaurants sind für Vierbeiner meist tabu. Auch wenn ein Hund freundlich ist, bedeutet das nicht, dass sich alle Menschen in seiner Nähe wohlfühlen – manche reagieren mit Angst oder Allergie.
Wer vorbereitet reist, Rücksicht nimmt und die Bedürfnisse seines Hundes ernst nimmt, kann einen unbeschwerten Campingurlaub verbringen – auch bei hochsommerlichen Temperaturen.