Schutz für Panchito in Nayarit

23.02.2026

Im Januar 2026 erschien Panchito am Strand von Los Ayala in Compostela, Nayarit, Mexiko, was zu umfangreichen Sicherheitsmaßnahmen durch die mexikanische Marine führte. 

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Die Elefantenrobbe „Panchito“, die an einem Strand im mexikanischen Bundesstaat Nayarit gesichtet wurde, gehört zur Art der Nördlichen Seeelefanten (Mirounga angustirostris). Diese Art ist die größte Robbenart der Nordhalbkugel und kommt hauptsächlich entlang der Pazifikküste Nordamerikas vor, von Alaska bis Baja California. Einzelne Tiere können jedoch weite Wanderungen unternehmen und dabei auch ungewöhnlich erscheinende Küstenabschnitte erreichen.

Längste Wanderungen unter Meeressäugern

Männliche See-Elefanten können eine Länge von bis zu 4–5 Metern erreichen und über 2.000 Kilogramm wiegen, während Weibchen deutlich kleiner bleiben. Die Tiere sind ausgesprochene Tiefseetaucher. Sie können regelmäßig Tauchgänge von über 1.000 Metern Tiefe und mehr als einer Stunde Dauer absolvieren, um nach Nahrung wie Fischen, Tintenfischen und anderen marinen Organismen zu suchen. Ihre Wanderungen gehören zu den längsten im Tierreich unter Meeressäugern: Zwischen Fortpflanzungs-, Mauser- und Nahrungsgebieten legen sie jährlich Tausende Kilometer zurück.

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Das Auftauchen eines einzelnen See-Elefanten an Stränden wie in Nayarit ist aus zoologischer Sicht nicht ungewöhnlich, wenngleich relativ selten. Solche Tiere kommen an Land, um sich auszuruhen, Energie zu sparen oder die jährliche Fellmauser (die sogenannte „katastrophale Mauser“) durchzuführen. Während dieser Zeit verbringen sie längere Phasen an Land und bewegen sich nur eingeschränkt.

Panchitos Ruhepause waren von umfassenden Schutzmaßnahmen begleitet

Fachleute raten in solchen Fällen grundsätzlich dazu, einen großen Abstand einzuhalten. See-Elefanten wirken träge, können sich an Land jedoch überraschend schnell bewegen und reagieren empfindlich auf Stress. Außerdem stehen sie in vielen Regionen unter Schutz, da ihre Bestände im 19. Jahrhundert durch intensive Jagd fast ausgerottet wurden. Erst durch internationale Schutzmaßnahmen konnten sich die Populationen im 20. und 21. Jahrhundert deutlich erholen.

Die Sichtung von „Panchito“ in Nayarit liefert daher nicht nur ein interessantes lokales Ereignis, sondern auch einen Hinweis auf die hohe Mobilität und Anpassungsfähigkeit dieser Art. Solche Beobachtungen tragen zudem zur wissenschaftlichen Dokumentation von Wanderbewegungen und Verbreitungsmustern der Nördlichen Seeelefanten bei, insbesondere in Zeiten sich verändernder Meeresbedingungen.