Tierschutz Austria startet Österreich-weites Kastrationsprojekt für Streunerkatzen

09.03.2026

Tierschutz Austria macht auf das unsichtbare Leid verwilderter Katzen aufmerksam. Anfang März 2026 startet ein groß angelegtes Projekt, um unkontrollierte Populationszunahmen nachhaltig einzudämmen. 

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© Tierschutz Austria
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Zum Weltkastrationstag weist Tierschutz Austria auf eines der größten, oft übersehenen Tierschutzprobleme hin: die unkontrollierte Vermehrung freilebender Katzen. Von 6. bis 8. März 2026 fand im Tierschutzhaus Vösendorf ein groß angelegtes Kastrationsprojekt für Streunerkatzen statt.

In vielen Regionen wachsen die Populationen verwilderter Katzen stark an. Die Tiere leben scheu und meist unversorgt, wodurch Krankheiten, Parasiten und hohe Jungtiersterblichkeit häufig unbemerkt bleiben. „Eine einzige unkastrierte Katze kann innerhalb weniger Jahre hunderte Nachkommen verursachen“, warnt Stephan Scheidl, Leiter des Tierschutzhauses Vösendorf.

Kastration gilt als wirksamste Maßnahme, um Tierleid langfristig zu reduzieren – ergänzt durch die gesetzliche Kastrationspflicht für Freigängerkatzen. Scheidl appelliert an alle Katzenhalter:innen, diese Verpflichtung einzuhalten, um neue Streunerpopulationen zu verhindern.

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Tierschutz Austria führt seit Jahren internationale Kastrationsaktionen durch und startet nun erstmals ein umfassendes Programm in Österreich. Gemeinsam mit regionalen Initiativen werden Streunerkatzen eingefangen, untersucht, kastriert und in ihr Revier zurückgebracht. Das Projekt übernimmt Organisation und Kosten; Gemeinden und Tierschutzinitiativen können teilnehmen. Privatpersonen sollen herrenlose, scheue Katzen an lokale Vereine melden, damit eine fachgerechte Betreuung gesichert ist.

Mit diesem Projekt setzt Tierschutz Austria ein klares Zeichen: Prävention ist der wirksamste Weg, Leid auf Österreichs Straßen und Höfen zu verhindern.