Veganuary: Tierfreundlich und bewusst ins neue Jahr starten

12.01.2026

Die Feiertage sind vorbei, der Winterspeck ist angelegt und die guten Neujahrsvorsätze sind aufgestellt.  

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Auch das Jahr 2026 startet mit dem Veganuary. Voller Motivation probieren viele die vegane Lebensweise aus. Aber wer sich diesen großen Schritt nicht zutraut, kann trotzdem mitmachen. Für wen die vegane Ernährung zu schwierig erscheint, kann auch einfach mal das eine oder andere vegane oder vegetarische Gericht ausprobieren. Ein bisschen weniger Billigfleisch und ein bisschen mehr Obst, Gemüse, Salate, Hülsenfrüchte und vieles mehr.
Wer keine Ersatzprodukte konsumieren will, kann mit einfachen Lebensmittel, die in jedem Supermarkt zu finden sind, unterschiedliche Rezepte ausprobieren.
Noch nie war veganes zu kochen so einfach, wie heute. Social Media ist voll mit kreativen Rezepten und neuen Köstlichkeiten.
Viele Lebensmittel lassen sich auf unzählige Arten zubereiten und bieten völlig neue Variationen – ganz natürlich und ganz gesund.

Doch warum sollten tierische Lebensmittel reduziert werden?
Dafür gibt es unterschiedliche Gründe
Wer tierische Produkte ganz ohne Tierleid möchte, muss zum einen hohe Preise bezahlen. Tiere brauchen Platz, Verpflegung und Beschäftigung für ein zufriedenes Leben. Das kostet. Obwohl die Produktion von tierischen Produkten stark subventioniert ist, profitieren kleine Landwirtschaften mit wenigen Tieren in artgerechter Haltung meist am wenigsten davon. Große Massentierhaltungen streifen dabei den Großteil der Subventionen ein. Produkte kleiner artgerechter Landwirtschaften sind daher teuer. Es ist meist kaum möglich, Tieren wirklich das Leben zu bieten, das sie sich wünschen. Selbst wenn ihnen das ermöglicht wird, müssen sie oft weit zu Schlachthöfen transportiert werden und dürfen nur ein sehr kurzes Leben leben.

Eine Ernährung mit einem höheren Pflanzenanteil tut aber auch dem Körper gut. Österreich isst drei mal so viel Fleisch, als empfohlen. Mehr Gemüse sollte also auch für Fleischliebhaber eine Option sein.

Regionalität ist ein weiterer Grund: Nur weil das tierische Endprodukt aus Österreich kommt, bedeutet das nicht, dass auch regional produziert wurde. Die Landwirtschaft von früher ist mit der heutigen nicht mehr vergleichbar.
Früher haben Kühe auf den Weiden gegrast, Schweine und Hühner wurden mit selbst angebautem Futter versorgt. Die heutige Landwirtschaft ist auf hohen Ertrag ausgerichtet. Schnell wachsende Hühner, Hochleistungskühe, die große Milchmengen produzieren sollen und Schweine und Mastrinder, die möglichst viel Fleisch ansetzen sollen, brauchen Kraftfutter – nämlich Sojaschrot. Die riesigen Mengen an Soja, die von der Tierindustrie verbraucht werden, können nicht in Österreich oder anliegenden Ländern angebaut werden. Soja wird in großen Feldern angebaut, wofür erst flächenweise Regenwald vernichtet werden muss. Lebensraum wird dafür zerstört und Arten sterben aus.

Unsere Tiere – Das große oe24.TV-Tierschutzmagazin von Sonntag, 11.01.2026, hier in voller Länge sehen. Nächste Ausgabe Unsere Tiere: 18.01.2026, 18:30 Uhr     

Doch abgesehen von dem Futter, das um die halbe Welt transportiert werden muss für ein Glas österreichischer Milch oder einem Stück österreichischem Fleisch, werden die Tiere selbst meist weit transportiert. Kühe müssen für ihre Milch Kälber gebären, die anschließend meist an den nächstgelegenen Händler verkauft werden. Was von da an weiter mit den Tieren passiert, wissen die meisten LandwirtInnen garnicht. Sie gelangen weiter zu größeren Händlern oder zu Sammelstellen in Österreich und von dort ins Ausland. Viele von ihnen werden in den nahen Osten exportiert. All diese umweltbelastenden Praktiken sind auch mit regionalen tierischen Produkten verbunden. Daher entscheiden sich viele Menschen auch aus Umweltgründen für mehr pflanzliche Nahrungsmittel.

Es gibt also viele Gründe, pflanzliche Rezepte auszuprobieren.
Für weniger Tierleid und weniger Belastung für die Umwelt.

  

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