Winterzauber auf vier Pfoten: So bleibt dein Hund gut geschützt
12.01.2026Eisige Temperaturen und Schnee. Für viele Hunde bedeutet das ausgelassenes Toben im Schnee. Doch während das Fell gut schützt, sind die Pfoten in der kalten Jahreszeit besonders empfindlich.
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Eis, Schnee und Streusalz setzen den Ballen stark zu. Die Haut kann austrocknen, rissig werden oder sich schmerzhaft entzünden. Zusätzlich bilden sich oft Eisklumpen zwischen den Zehen, die das Laufen erschweren und die Haut reizen. Mit ein paar einfachen Maßnahmen kannst du deinen Hund davor schützen.
Bevor es nach draußen geht, lohnt es sich, die Pfoten mit einem fetthaltigen Pfotenbalsam einzucremen. Natürliche Inhaltsstoffe wie Kokosöl, Bienenwachs oder Ringelblume halten die Haut geschmeidig und bilden eine schützende Schicht. Wichtig ist, ausschließlich Produkte zu verwenden, die speziell für Hunde gedacht sind. Viele Cremes für Menschen enthalten Duftstoffe oder Konservierungsmittel, die Hundehaut reizen können – besonders, wenn die Pfoten abgeleckt werden.
Fell zwischen den Ballen kürzen
Ein oft unterschätzter Punkt ist das Fell zwischen den Zehen. Ist es zu lang, bleibt Schnee daran hängen und bildet harte Schneebälle. Diese können schmerzhaft sein und das Laufen stark beeinträchtigen. Schneide daher regelmäßig nur das überstehende Fell vorsichtig zurück. Am besten eignen sich eine abgerundete Schere oder ein Hundetrimmer. Mit Ruhe, Lob und kleinen Belohnungen wird die Pfotenpflege für deinen Hund deutlich entspannter.
Auch die Krallen solltest du im Winter im Blick behalten. Zu lange Krallen beeinträchtigen den Halt – besonders auf glattem Untergrund.
Wenn möglich, meide stark gestreute Wege. Streusalz reizt die Haut und kann kleine Verletzungen verursachen. Lassen sich solche Wege nicht vermeiden, kontrolliere unterwegs immer wieder die Pfoten und entferne Schnee oder Eis zwischen den Zehen. Bei Hunden mit Gelenkproblemen können gestreute Wege allerdings mehr Halt bieten – hier gilt es abzuwägen.
Pfotenpflege nach dem Spaziergang
Nach jeder Winterrunde, besonders nach Kontakt mit Streusalz, sollten die Pfoten mit lauwarmem Wasser abgespült werden – ohne Seife. Danach gut abtrocknen und bei Bedarf erneut eincremen. So beugst du Reizungen effektiv vor.
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Was ist bei verletzten Pfoten zu tun?
Kleine Risse oder gereizte Stellen lassen sich meist mit sanfter Reinigung und Pfotenbalsam gut versorgen. Bei tiefen oder blutenden Wunden solltest du jedoch immer einen Tierarzt aufsuchen. Leckt oder knabbert dein Hund ständig an den Pfoten, kann das ein Hinweis auf Schmerzen oder Entzündungen sein und sollte abgeklärt werden.
In besonders salzreichen Gegenden oder bei empfindlichen Hunden können Hundeschuhe zusätzlichen Schutz bieten. Wichtig ist, den Hund langsam daran zu gewöhnen.
Hunden mit kurzem Fell kann schnell kalt draußen werden. Eine wärmende Jacke kann hier schnell helfen, damit der treue Vierbeiner draußen nicht zittern muss. Mit ein wenig Aufmerksamkeit und Pflege kommen Hunde gut durch den Winter und haben vielleicht sogar Spaß am Toben im Schnee.