Die Marine des Inselstaates Sri Lanka hatte am Sonntag 32 Männer aus Birma aus ihrem sinkenden Holzboot gerettet. Einige der Bootsflüchtlinge haben in ihrer Not auf hoher See das Fleisch ihrer toten Mitreisenden gegessen. "Sie waren zwei Monate auf dem Meer und hatten ihr Essen und Wasser nach fünf Wochen aufgebraucht", sagte ein sri-lankischer Mönch, der für die Flüchtlinge übersetzte.
Die Männer erzählten, sie hätten die Leichen von 98 anderen Flüchtlingen über Bord geworfen, die an Hunger oder durch Krankheiten gestorben seien. Einige der Überlebenden hätten sich allerdings auch vom Fleisch der Toten ernährt, übersetzte der sri-lankische Mönch.
Die Flüchtlinge sind nach eigenen Angaben Rohingya. Diese muslimische Minderheit lebt vor allem im Grenzgebiet Birmas zu Bangladesch und war in den vergangenen Monaten einer Welle der Gewalt ausgesetzt. Immer wieder versuchen Rohingya, über das Meer nach Australien oder Malaysia zu kommen. Erst im November war ein überfülltes Motorboot mit 125 Flüchtlingen gesunken.
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