"Habe Daddy getötet"

Switch weggenommen: Bub (11) erschießt seinen eigenen Vater

22.02.2026

Ein schockierender Fall sorgt in den USA für Aufregung. 

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Ein 11-jähriger Bub aus Pennsylvania steht derzeit vor Gericht, nachdem er seinen eigenen Vater erschossen haben soll. Das Verbrechen ereignete sich bereits am 13. Januar, dem Geburtstag des Jungen, und hat landesweit für Schlagzeilen gesorgt.

Der Vorfall ereignete sich in Duncannon, Perry County. Nach Angaben der Ermittlungsakten war der Junge wütend, weil ihm zuvor seine Nintendo Switch weggenommen worden war und er ins Bett geschickt wurde. Auf der Suche nach seiner Konsole entdeckte er offenbar den Schlüssel zu einem Waffenschrank, in dem sich eine geladene Schusswaffe befand.

Statt die Konsole zu finden, nahm er die Waffe aus dem Safe, lud sie und ging zum Schlafzimmer seines Vaters. Dort soll er in der frühen Morgenstunde auf den schlafenden 42-Jährigen geschossen haben. Der Mann starb noch am Tatort an einer Schussverletzung am Kopf.

"Ich habe Daddy getötet"

Als die Polizei eintraf, hörten die Beamten den Jungen bereits in der Küche, wie er wiederholt sagte: „Ich habe Daddy umgebracht.“ Seine Mutter berichtete später, ihr Sohn habe ihr gestanden: „Ich habe meinen Vater getötet, ich hasse mich.“

Bei seinem ersten öffentlichen Auftritt im Gericht wurde der Junge in Handschellen geführt und von Aufsehern begleitet. Obwohl er erst 11 Jahre alt ist, wird er nach dem Gesetz des Bundesstaates Pennsylvania als Erwachsener wegen Totschlags angeklagt. Die Staatsanwaltschaft hat bereits Haft ohne Kaution angeordnet.

Sein Verteidiger versucht hingegen, das Verfahren vor ein Jugendgericht zu verlegen – mit dem Argument, dass das Alter und die psychische Entwicklung des Kindes berücksichtigt werden müssten. Wann der nächste Gerichtstermin stattfindet, steht derzeit noch nicht fest, es wird aber mit einer Fortsetzung des Prozesses im Mai gerechnet.