Skandal

Dänischer Zoo tötet gesunde Braunbären

13.12.2017

Schon 2014 wurde in Dänemark eine Giraffe vor den Augen von Kindern getötet.

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© Aalborg Zoo
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Ein dänischer Zoo hat zwei gesunde Braunbären eingeschläfert. Das Gehege sei nicht mehr artgerecht gewesen und die Tiere zu alt, um sie an andere Zoos abzugeben, erklärte der Zoo Aalborg auf seiner Facebook-Seite. Dafür bekam er Hunderte wütender Kommentare.
 
Die Bären waren nach Angaben des Zoos 20 und 21 Jahre alt und damit nicht mehr für die Zucht geeignet. Solche Tiere noch an andere Zoos abzugeben, nehme nur Platz für genetisch wertvollere Bären weg, erklärte der Zoo unter einem Bärenfoto. Die eingeschläferten Tiere würden nun unter anderem zur Forschung genutzt.
 
Kritiker - auch viele deutschsprachige - warfen dem Zoo falsche Prioritäten und wirtschaftliche Interessen vor. Die Bären zu töten, statt ihnen bessere Lebensbedingungen zu geben, sei geschmacklos und barbarisch. Es gab allerdings auch Nutzer, die die Entscheidung des Zoos lobten.
 
Dänische Zoos waren bereits in der Vergangenheit in den Schlagzeilen, insbesondere 2014, als in Kopenhagen die Giraffe Marius eingeschläfert und vor Kindern seziert wurde.
 
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