Fake-Bilder

KI-Skandal: ZDF schweigt und feuert Korrespondentin

22.02.2026

Das ZDF steckt nach einem massiven Fehler im „heute journal“ in der Krise: Ein KI-generiertes Video wurde als echt gezeigt. Nun muss die verantwortliche Korrespondentin Nicola Albrecht gehen. 

Zur Vollversion des Artikels
© Getty
Zur Vollversion des Artikels

ZDF-New-York-Korrespondentin Nicola Albrecht mzsste ihren Posten räumen, nachdem sie am Sonntag, 15. Februar, in einem Beitrag über die US-Einwanderungsbehörde ICE manipulierte Bilder verwendet hatte. Der Sender begründet den Schritt mit Verstößen gegen journalistische Standards. Zuvor war bereits von technischem Versagen und handwerklichen Fehlern die Rede, während das ZDF nun die volle Verantwortung der Autorin zuspricht.

Verantwortung liegt bei Korrespondentin

Laut Angaben des Senders hatte Albrecht von sich aus entschieden, die Szenen für mehr Varianz in den Beitrag einzubauen. Besonders brisant ist dabei, dass der Beitrag bereits am Freitag, 13. Februar, im „Mittagsmagazin“ lief – allerdings noch ohne die gefälschten Szenen und den aus dem Kontext gerissenen Clip. Obwohl auf den Bildern sogar das Wasserzeichen des KI-Erstellers „Sora“ zu sehen war, wurden die Aufnahmen im „heute journal“ ohne Kennzeichnung als reales Material ausgestrahlt.

ZDF verweigert wichtige Antworten

Unklar bleibt weiterhin, warum die interne Kontrolle des Senders versagte, da Beiträge vor der Ausstrahlung normalerweise von Redakteuren geprüft werden. Auf konkrete Nachfragen, wie künftig Fakes verhindert werden sollen oder ob eine Überprüfung vergangener Beiträge geplant ist, reagierte das ZDF trotz wiederholter Aufforderung nicht. Der Sender schweigt zu der Frage, wie sichergestellt wird, dass nicht schon früher unkenntlich gemachte Fakes gesendet wurden. Die BILD hakte nach, bekam aber keine Antwort.

Kritik an mangelnder Transparenz

Die journalistischen Standards wurden durch die Ausstrahlung der KI-Bilder massiv verletzt. Während das ZDF die Schuld klar bei der Korrespondentin verortet, bleiben viele Fragen zur redaktionellen Aufsichtspflicht offen. Der Fall sorgt für heftige Kritik, da die Glaubwürdigkeit des öffentlich-rechtlichen Senders durch die mangelnde Aufarbeitung und das Schweigen zu Sicherheitsmechanismen weiter unter Druck gerät.