Doppelte Geschlechtsorgane

Sie hat zwei Vaginen und Gebärmütter

23.02.2021

Die Engländerin Andreea ist ganz normale junge Frau, doch sich besitzt zwei Vaginen und zwei Gebärmütter. Nach jahrelangem Versteckspiel, möchte sie jetzt mehr Bewusstsein schaffen und junge Frauen inspirieren.  

Zur Vollversion des Artikels
© Facebook@Andreea Harabagiu
Zur Vollversion des Artikels

Mit 14 Jahren erfuhr Andreea beim Frauenarzt, dass sie  Uterus didelphys  hat. Es handelt sich um eine  Uterusfehlbildung, bei der es neben zwei Vaginen auch zwei Gebärmutterhälse und zwei Gebärmütter gibt. Diese Fehlbildung fällt äußerlich nicht auf und betrifft etwa eine von 3.000 Frauen.

"Ich wusste, dass ein Gesundheits-Check eine etwas unangenehme Untersuchung beinhaltet, aber ich hatte solche Schmerzen, dass ich den Arzt bitten musste, aufzuhören", erzählt die heute 26-Jährige der britischen "Daily Mail".

Der Arzt stellte fest, dass die Öffnung von Andreeas Vagina von Gewebe geteilt ist, es also in Wirklichkeit zwei sind. Weitere Untersuchungen zeigten daraufhin, dass Andreea auch zwei Gebärmütter hat.

Schwanger mit 17 Jahren 

Ihre Diagnose behielt sich lange Zeit für sich. Doch mit 17 Jahren  wurde die Engländerin schwanger und das Baby hörte im dritten Monat auf zu wachsen. Erst später fand sie heraus, dass es sich dabei um ein bekanntes Risiko von Frauen mit Uterus didelphys handelt.

Schon seit Längerem  ist Andreea in einer festen Beziehung und will herausfinden, ob sie ihren Kinderwunsch je erfüllen kann. "Theoretisch habe ich zwei Gebärmütter, aber ich will wissen, ob ich ein Kind sicher austragen kann." Es sei eine Grauzone und ihre Chancen stünden 50-50, erklärt sie.

Krämpfe doppelt so stark

Die junge Frau kommt im Alltag gut mit der Besonderheit zurecht, jedoch muss sie aber mehr ertragen als andere Frauen: "Ich habe schlimme Periodenkrämpfe, in manchen Monaten krümme ich mich vor Schmerzen und kann mich nicht mehr bewegen. Ich schätze, das ist der Preis für einen Extra-Uterus."

Mehr Bewusstsein schaffen

"Als ich ein Teenager war, hat man nicht über das gesprochen, was mit deinem Körper passiert, vor allem nicht über etwas, das dich unsicher macht oder worüber du dir Sorgen machst. Du wolltest von anderen Leuten nicht als anders gesehen werden", erklärt sie. Sie hofft, anderen jungen Frauen Mut zu machen: "Mädchen sollten ihre Körper kennen, sich in ihrer Haut wohlfühlen und lernen, was für sie 'normal' ist."

Zur Vollversion des Artikels