Im Irak sind bei einer Anschlagsserie am Sonntag mehr als 100 Menschen ums Leben gekommen. Nachdem ein Gericht den flüchtigen Vizepräsidenten Tarek al-Hashemi zum Tode verurteilte, detonierten in sechs Bezirken der Hauptstadt Bagdad Autobomben. Allein dabei wurden mehr als 50 Personen getötet. Bereits vor dem Urteil hatten mehrere Anschläge im ganzen Land zahlreiche Tote gefordert. Der schwerste Angriff traf am Sonntag die 300 Kilometer südlich von Bagdad gelegene Stadt Amara. Allein dort rissen zwei Autobomben mindestens 24 Menschen in den Tod, wie die Behörden mitteilten.
Der Irak ringt darum, dass der Konflikt im benachbarten Syrien nicht auf das eigene Land übergreift. Doch in den vergangenen Monaten erschütterten immer wieder Anschläge islamistischer Extremisten und Al-Kaida-Verbündeter das Land, das selbst mit Feindseligkeiten zwischen verschiedenen Bevölkerungsgruppen zu kämpfen hat. Die Bagdader Koalitionsregierung steht wegen der Spannungen zwischen den im Kabinett beteiligten Sunniten, Schiiten und Kurden praktisch kontinuierlich vor dem Scheitern.
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