Stadt Qom

Drei Männer im Iran wegen Anti-Regime-Protesten vom Jänner exekutiert

19.03.2026

Die Proteste wurden im Zuge der massivsten Repressionswelle in der Geschichte der Islamischen Republik niedergeschlagen.

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Dubai/Teheran. Die iranische Justiz hat staatlichen Medien zufolge am Donnerstag drei Männer hingerichtet, die wegen der Tötung von zwei Polizisten während der Massenproteste Anfang des Jahres verurteilt worden waren. Zuvor habe der Oberste Gerichtshof die Todesurteile bestätigt, heißt es in den Berichten weiter. Die Hinrichtungen fanden demnach in der Stadt Qom, einem religiösem Zentrum der schiitischen Muslime, statt.

Laut den Justizbehörden wurden die Männer des Mordes und des "Kriegs gegen Gott" für schuldig befunden. Ihnen wurde zudem vorgeworfen, im Sinne Israels und der USA gehandelt zu haben. Den Behörden zufolge hatten die drei Männer am 8. Jänner bei Protesten mit Messern und anderen Waffen zwei Polizisten getötet.

Die Führung in Teheran hat wiederholt ausländische Gegner wie Israel und die USA beschuldigt, in die landesweiten Proteste Anfang des Jahres verwickelt gewesen zu sein. Es handelte sich um die schwersten innenpolitischen Unruhen seit der Islamischen Revolution von 1979. Die Proteste wurden im Zuge der massivsten Repressionswelle in der Geschichte der Islamischen Republik niedergeschlagen. Menschenrechtsgruppen zufolge wurden dabei Tausende Menschen getötet.