Krawalle
Dutzende Tote bei Unruhen in Ägypten
Der Machtkampf in Ägypten ist am Sonntag erneut blutig eskaliert: Laut amtlichen Angaben wurden mindestens 53 Menschen getötet und mehr als 240 weitere verletzt, als Anhänger des gestürzten Präsidenten Mohammed Mursi und dessen Gegner in Kairo und anderen Städten auf die Straße gingen. Der Einsatz der Sicherheitskräfte richtete sich nach Beobachtungen von Reportern der Nachrichtenagentur AFP in erster Linie gegen Mursi-Anhänger.
Bei einem Angriff auf eine Militärpatrouille in Ismailia seien fünf Soldaten erschossen worden, hieß es aus Sicherheitskreisen in Kairo. Den Angaben zufolge starb ein Polizist, als in der Stadt Al-Tur eine Autobombe auf dem Gelände der Sicherheitsdirektion der Provinz Süd-Sinai detonierte. Über die mutmaßlichen Täter wurde zunächst nichts bekannt.