Bilder sollen im Land bleiben

Erste britische Gemälde australischer Tiere verden nicht verkauft

07.02.2013

Regierung verbot vorerst den Verkauf der Bilder ins Ausland.

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© Reuters
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Die ersten britischen Gemälde eines Kängurus und eines Dingos aus dem Jahr 1772 sollen im Land bleiben. Die Regierung verbot für die kommenden Monate den Verkauf der Bilder ins Ausland, wie das Kulturministerium am Mittwoch mitteilte. Die Gemälde von George Stubbs gelten als die ersten Darstellungen der beiden Tiere in Großbritannien. Stubbs hatte nie selbst ein Känguru oder einen Dingo zu Gesicht bekommen, sondern nach Skizzen und aufgeblasenen Tierhäuten gemalt. Die Gemälde dürfen der Entscheidung des Ministeriums zufolge bis zum 5. August nicht an ausländische Bieter verkauft werden. Das Verbot kann bis zum 5. November verlängert werden.

Die Regierung hofft, dass sich vorher ein inländischer Interessent findet, der 5,5 Millionen Pfund (6,37 Mio. Euro) für die Bilder "Känguru in Neuholland" und "Grosser Hund" bezahlt. Die Gemälde befinden sich in Privatbesitz. Neuholland war im 18. Jahrhundert eine Bezeichnung für Australien. Stubbs erhielt den Auftrag für die Bilder von einem Teilnehmer der Pazifikreise von Kapitän James Cook von 1768 bis 1771, bei der Cook Australien formal für die englische Krone in Besitz nahm. Das britische Kulturministerium folgte mit dem Ausfuhrverbot für die Bilder der Empfehlung einer Expertenkommission. Deren Vorsitzender Lord Inglewood urteilte: "Es wäre eine schlimme Schande, wenn das Vereinigte Königreich diese außergewöhnlichen Gemälde zugunsten eines ausländischen Käufers verlöre."

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