Medienberichte

Erste US-Gegenschläge nach tödlichem Drohnenangriff

02.02.2024

Wie ein US-Beamter gegenüber US-Medien erklärte, wurden mehrere Luftschläge in Syrien durchgeführt.

Zur Vollversion des Artikels
© APA/AFP/Roberto SCHMIDT
Zur Vollversion des Artikels

Washington/Bagdad. Nach dem gewaltsamen Tod dreier US-Soldaten in Jordanien nahe der syrischen Grenze haben die USA nach eigenen Angaben Vergeltungsangriffe auf Ziele in Syrien und dem Irak unternommen. Die Luftangriffe hätten mehr als 85 Zielen gegolten, die in Verbindung mit den Revolutionsgarden des Iran und den von diesen unterstützten Milizen stünden, so das US-Militär am Freitag. Syrische Staatsmedien meldeten US-Angriffe auf Gebiete in Syrien, unter anderem nahe der Grenze zum Irak.

Fox News meldete unter Berufung auf Ministeriumskreise, die Angriffe seien von verschiedenen Standorten aus gestartet worden.

Sechs pro-iranische Kämpfer getötet

Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte teilte unterdessen mit, bei mutmaßlichen US-Angriffen im Osten Syriens seien sechs pro-iranische Kämpfer getötet worden. Drei der Kämpfer, die bei den Angriffen auf Stellungen pro-iranischer Gruppen in der Nähe al-Majadin in der Provinz Deir Essor getötet worden seien, seien keine Syrer gewesen, sagte der Leiter der Beobachtungsstelle, Rami Abdel Rahman. Es habe sich "wahrscheinlich" um US-Angriffe gehandelt. Die Beobachtungsstelle bezieht ihre Informationen aus einem Netzwerk von Informanten in Syrien. Ihre Angaben sind von unabhängiger Seite oft kaum zu überprüfen.

Bei dem Beschuss eines Militärstützpunkts im Nordosten Jordaniens nahe der Grenze zu Syrien waren laut dem US-Zentralkommando für den Nahen Osten in der Nacht zum Sonntag drei US-Soldaten getötet und Dutzende weitere verletzt worden. US-Präsident Joe Biden machte eine pro-iranische Gruppe für den Angriff verantwortlich und kündigte Vergeltung an. Am Freitag wohnte er auf einem Luftwaffenstützpunkt im Bundesstaat Delaware der Ankunft der sterblichen Überreste der getöteten US-Soldaten bei. Mit dem Angriff auf die US-Soldaten hatten sich die Spannungen in der Region noch einmal deutlich verschärft.

Zur Vollversion des Artikels
Weitere Artikel