Brisantes Video
"Handys ins Wasser“: Was hat Greta zu verbergen?
10.06.2025Israel weist die Aktivisten des abgefangenen Gaza-Solidaritätsschiffs aus.
"Die Passagiere der "Selfie-Jacht" sind am Ben-Gurion-Flughafen eingetroffen, um Israel zu verlassen und in ihre Heimatländer zurückzukehren", erklärte Israels Außenministerium am Dienstag. Sie sollten noch heute ausreisen. Diejenigen, die sich weigerten, die Ausweisungsdokumente zu unterzeichnen, würden gemäß israelischem Recht vor eine Justizbehörde gebracht, damit die Ausweisung genehmigt werde.
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Die israelische Armee hatte das Segelschiff "Madleen" auf dem Weg in den Gazastreifen am frühen Montagmorgen abgefangen - nach Angaben des Bündnisses Freedom Flotilla Coalition rund 200 Kilometer von der Küste des Gazastreifens in internationalen Gewässern. Erst am Montagabend war das Schiff dann in der israelischen Hafenstadt Ashdod eingelaufen.
Schiff gestoppt
Die "Madleen" war vor gut einer Woche von Sizilien aus in See gestochen. Thunberg sowie die anderen Aktivisten - darunter eine französische EU-Parlamentarierin - wollten Hilfsgüter wie Babynahrung und medizinische Güter in den Gazastreifen bringen. Zugleich wollten sie mit der Aktion internationale Aufmerksamkeit auf die humanitäre Lage in dem dicht besiedelten Gebiet mit zwei Millionen Bewohnern richten.
Nach tagelanger Fahrt durch das östliche Mittelmeer war jedoch am frühen Montagmorgen Schluss: Die israelische Armee stoppte die "Madleen" kurz vor ihrem Ziel. Das israelische Außenministerium betonte, alle Passagiere des - abschätzig als "Selfie-Jacht" bezeichneten - Schiffs seien sicher und unversehrt. Die Aktivisten hätten versucht, eine mediale Provokation zu inszenieren mit dem einzigen Zweck, öffentliche Aufmerksamkeit zu erregen.
Verteidigungsminister Israel Katz sagte, die Aktivisten hätten sich nach der Ankunft in Ashdod geweigert, ein Video anzusehen, das die Gräueltaten der islamistischen Terroristen vom 7. Oktober 2023 zeigt. "Die antisemitischen Mitglieder der Flottille verschließen die Augen vor der Wahrheit und haben einmal mehr bewiesen, dass sie die Mörder den Ermordeten vorziehen und weiterhin die Gräueltaten ignorieren, die die Hamas an jüdischen und israelischen Frauen, Erwachsenen und Kindern verübt hat", teilte Katz in der scharf formulierten Erklärung laut Medienberichten mit. Von den Aktivisten gab es hierzu zunächst keine Stellungnahme.
Handys und Laptops von Bord
Brisant: In einem von der Besatzung aufgenommen Video sieht man, wie die Aktivisten um Greta hektisch ihre Handys und Laptops ins Meer werfen, kurz bevor die israelischen Soldaten an Bord kommen. Offenbar sollte unbehindert verhindert werden, dass die Geräte in die Hände der Soldaten gelangen. Was Greta und Co. verheimlichen wollen, bleibt unklar.
Israel wirft den Aktivisten vor, dass es Verbindungen zu palästinensischen Terroristen gibt. Besonders im Fokus steht dabei der Brasilianer Thiago Avila, der an der Trauerfeier des getöteten Hisbollah-Chefs Nasrallah teilnahm.
Israel hatte den Stopp des Schiffs damit begründet, dass die Zone vor der Küste des Gazastreifens für nicht autorisierte Schiffe gesperrt sei. Nach der gewaltsamen Übernahme der Kontrolle im Gazastreifen durch die palästinensische Terrororganisation Hamas im Jahr 2007 hatte Israel seine Blockade des Küstenstreifens nochmals verschärft. Die von Ägypten mitgetragene Maßnahme wird von Israel mit Sicherheitserwägungen begründet.
Nach israelischen Angaben verlief der Stopp der "Madleen" ohne Zwischenfälle. Es ist nicht das erste Mal, dass Aktivisten versuchen, die Blockade auf See zu durchbrechen. Bei einer Aktion im Jahre 2010 hatten israelische Soldaten das türkische Schiff "Mavi Marmara" vor der Küste des Gazastreifens gestürmt, wobei zehn türkische Staatsbürger ums Leben kamen.