Ärzte-Pfusch
Herz-Drama: Keine Hoffnung mehr für Domenico (2)
20.02.2026Bub wird jetzt Therapie zur Linderung des Schmerzes unterzogen
Das Kind aus der Provinz Neapel, dem ein beschädigtes Herz transplantiert wurde, wird heute. Freitag, eine Therapie zur Linderung der Schmerzen unterzogen. Dabei handelt es sich nicht um Euthanasie, erklärte der Anwalt der Mutter des Kindes, Francesco Petruzzi.
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"Wir haben diese Entscheidung getroffen, nachdem wir den Gerichtsmediziner hinzugezogen hatten, der die Unterlagen geprüft und gesagt hat, dass es das Menschlichste sei, nun dieses Verfahren zu beantragen", erklärte Petruzzi. Die Ärzte haben mit der Zustimmung der Eltern des Kindes den therapeutischen Weg der schmerzlindernden Behandlung beschlossen.
Keine Transplantation mehr möglich
Nach einer völlig misslungenen Herz-Transplantation besteht für den zweijährigen Buben kaum noch Hoffnung. Ein unabhängiges Ärzteteam kam nach Angaben des Anwalts der Familie zu dem Urteil, dass dem Kind kein neues Herz mehr eingesetzt werden könne. Der Bub liegt seit Weihnachten in Neapel auf der Intensivstation. Beim Transport eines ersten Spenderherzens aus Bozen in Südtirol war das Ersatzorgan falsch gekühlt worden.
Das Schicksal des Kindes bewegt Italien sehr. In den Medien ist der Fall großes Thema. Der Bub wird seit der misslungenen Operation mit Hilfe einer Maschine am Leben gehalten.
Ins Ermittlungsregister zum Fall der missglückten Herztransplantation könnten bald neue Namen eingetragen werden. Die Eltern des Kindes haben vor Ort Anzeige erstattet. Die Staatsanwaltschaft Neapel ermittelt wegen Verdacht auf schwerste fahrlässige Körperverletzung gegen sechs Personen, die dem Transplantationsteam angehörten.
Der Fokus der Ermittler liegt auf dem Trockeneis, auf das das Spenderorgan gebettet worden sei und das es beschädigt habe. Sie prüfen woher das Eis stammte, wer es bereitgestellt hat und vor allem, wer die Entscheidung traf, es anstelle von herkömmlichem Eis zu benutzen.