Maßnahmen
Hitze-Hammer: 50 Grad in westeuropäischer Stadt
17.06.2025Jetzt wurden 50 Grad in einer westeuropäischen Stadt gemessen, die nördlicher liegt als Österreich. Das will die Stadtregierung jetzt unternehmen:
Die Stadt Paris rüstet sich für Hitzewellen mit Temperaturen von bis zu 50 Grad in den kommenden Jahren und will Gebäude und den öffentlichen Raum zum Schutz der Bevölkerung umgestalten. Investitionen in schattenspendende Grünflächen und Installationen, eine bessere Isolierung von Gebäuden sowie Brunnen zur Wasservernebelung würden angesichts der steigenden Wahrscheinlichkeit länger andauernder Hitzewellen beschleunigt, kündigte die Stadtverwaltung an.
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Geplant sind Investitionen von mehreren Hundert Millionen Euro. Hitzeschutz sei eine bittere Notwendigkeit, denn Paris mit seiner dichten Bebauung und vielen Stein- und Asphaltflächen sei eine der Städte in Europa mit dem höchsten Risiko, an Hitze zu sterben, sagte der städtische Beigeordnete für Ökologie und Energie, Dan Lert. Um die Bewohnbarkeit der Hauptstadt zu gewährleisten, müsse Paris sich auf die künftigen klimatischen Bedingungen einstellen und die städtische Umwelt und Lebensweisen anpassen.
Mehr Grünflächen sowie Schatten und Wasserspender
Konkret sollen in den kommenden Jahren Hunderte Schulen und Kindergärten mit Blick auf den Hitzeschutz saniert werden und schattenspendende Bereiche im Freien erhalten. Die Dächer vieler öffentlicher Gebäude werden weiß gestrichen oder begrünt. Jährlich sollen 5.000 Sozialwohnungen saniert werden, um die Bewohner besser gegen Hitze zu schützen, etwa mit modernen Fenstern und Rollläden sowie schattenspendenden Installationen. Von den 1.300 Wassertrinkbrunnen in der Stadt werden Dutzende mit einer Wasservernebelung ausgerüstet. Außerdem soll es schattenspendende Installationen geben, die an die typisch pariserische Architektur angepasst sind.
Ausgebaut wird außerdem das städtische Fernkältenetz zur Kühlung großer Gebäude, für das das Wasser der Seine genutzt wird und was den Verzicht auf umweltschädliche Klimaanlagen ermöglicht. Bis 2042 sollen weitere 300 öffentliche Gebäude an dieses Kältenetz angeschlossen werden, darunter Kindergärten, Schulen, Krankenhäuser und Altenheime.