Einsatz schockt

ICE-Beamte nehmen 5-Jährigen fest

22.01.2026

Die Einsätze der Einwanderungsbehörde "ICE" sorgen immer wieder für Empörung.

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© APA/AFP/OCTAVIO JONES
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USA. In Columbia Heights, Minnesota, haben Beamte der US-Einwanderungsbehörde ICE einen 5-jährigen Buben und seinen Vater festgenommen, als das Kind gerade von der Vorschule nach Hause kam. Das berichten mehrere US-amerikanische Medien.

Laut Angaben der Schulbehörde wurde der Junge von den Beamten angewiesen, an die Haustür zu klopfen, um zu prüfen, ob weitere Personen im Haus waren – er sei dabei faktisch "als Köder eingesetzt" worden. Vater und Sohn wurden anschließend in ein texanisches Internierungslager gebracht.

Abschiebebeschluss liegt keiner vor

Die Familie befindet sich laut Anwalt in einem laufenden Asylverfahren und ist über einen offiziellen Grenzübergang eingereist; ein rechtskräftiger Abschiebebeschluss liegt nicht vor. Das Ministerium für Innere Sicherheit betonte hingegen, das Kind sei nicht Ziel der Maßnahme gewesen. Tricia McLaughlin, Staatssekretärin im US-Heimatschutzministerium, warf dem Vater laut "Guardian"-Bericht zudem vor, er sei "zu Fuß geflohen und habe dabei sein Kind zurückgelassen". Weiter erklärte sie: "Zur Sicherheit des Kindes blieb einer unserer ICE-Beamten bei dem Kind, während die anderen Beamten [seinen Vater] festnahmen."

Die Schulbehörde wies darauf hin, dass in den vergangenen Wochen mehrere Minderjährige im Distrikt im Rahmen von ICE-Einsätzen festgenommen wurden, was bei Schülern und Lehrern Angst ausgelöst habe.

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