Angriffe geplant

Iran droht Trump mit "speziellen Plänen"

23.03.2026

Der Iran droht US-Präsident Donald Trump mit "speziellen Plänen" für die heutige Nacht. Nach Drohungen gegen iranische Kraftwerke scheint eine diplomatische Lösung ungewiss zu sein.

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Die Spannungen im Persischen Golf könnten heute Nacht einen neuen Höhepunkt erreichen. Nachdem Donald Trump den Angriff auf iranische Kraftwerke angedroht hatte, meldete die staatliche iranische Nachrichtenagentur "Fars", dass "spezielle Ereignisse" für Tel Aviv sowie regionale Verbündete der USA und Israels geplant seien. Diese Aktionen sollen laut iranischen Quellen dazu dienen, "die Hoffnung auf Verhandlungen aus den Köpfen der Angreifer vollständig zu bekommen", berichtet die britische "Daily Mail". Auch für die Stabilität der globalen Energiemärkte, die bis nach Österreich spürbar ist, bleibt die Lage kritisch.

Bereits am Samstag hatte Trump ein 48-Stunden-Ultimatum gestellt und die Wiedereröffnung der teilweise gesperrten Straße von Hormuz gefordert. Sollte dies nicht geschehen, drohte er mit neuen Schlägen gegen wichtige Energiestandorte. Heute kündigte der US-Präsident zwar zunächst einen vorläufigen Stopp der Angriffe auf die Infrastruktur an, legte aber direkt nach: Falls die kommenden Gespräche nicht innerhalb einer Woche zum Erfolg führen, werde man "einfach weiter aus vollem Herzen bombardieren".

Kampf um die Seestraße

Trump behauptete zudem, dass Teheran im Rahmen eines Deals seine nuklearen Ambitionen aufgeben könnte und schlug sogar eine gemeinsame Verwaltung der Straße von Hormuz mit dem neuen Ayatollah vor. Die iranische Führung wies diese Darstellung jedoch entschieden zurück. Es gebe keine Verhandlungen, solange die USA ihre Stützpunkte in der Region nicht evakuieren und Entschädigungen zahlen. In einer von "Fars" auf Telegram veröffentlichten Meldung, sagen Quellen, dass die Situation an der wichtigen Seestraße auch nach einem möglichen Ende des Krieges nicht zum Zustand vor dem Konflikt zurückkehren werde.

In Teheran wertet man Trumps vorübergehenden Rückzug bei den Kraftwerk-Drohungen offenbar als Zeichen von Schwäche. So brüstete sich das iranische Staatsfernsehen laut "Daily Mail" damit, dass Trump im Krieg "einen Rückzieher" gemacht habe. Grund dafür sei die Angst vor der Reaktion des Irans auf die Zerstörung der dortigen Kraftwerke. 

Ein nicht namentlich genannter außenpolitischer Analyst erklärte, laut dem britischen Portal, gegenüber staatlichen iranischen Medien, dass kein "zurechnungsfähiger Beamter im Iran" sich auf solche "Dummheiten" wie Verhandlungen mit den USA einlassen würde.