Schießbefehl ausgesetzt
Kuh Yvonne wird nun auf Socken gesucht
Wärmebildkamera soll jetzt Yvonne aufspüren
Mit einer hochmodernen Wärmebildkamera wird nun nach der entlaufenen Kuh Yvonne gesucht. Um 2.000 Euro ist eine solche Kamera bereits zu haben, die Infrarotstrahlung empfängt und sichtbar macht. Denn mit bloßem Auge ist diese Wärmestrahlung, die jeder Mensch und jedes Tier immerzu abgibt, nicht zu erkennen.
Durch dichten Wald kann aber auch die Kamera nicht schauen. Yvonne muss also durch eine Lichtung schauen. Nur so hat man eine Chance, sie zu finden.
Suche auf Socken
"Jetzt ist Yvonne zu einer Nomadin geworden", hieß es weiter auf der Homepage von Gut Aiderbichl. "Alles wäre viel leichter, wenn Yvonne irgendwo sesshaft würde. Sie zieht von Wald zu Wald, obwohl ihr niemand wirklich nachstellt." Außer dem Spurensucher, doch der sei ein Spezialist für Wildtiere, erläuterte Freitag. Er sei bei der Fährtensuche sehr erfahren und schon häufig in Afrika unterwegs gewesen. An bestimmten Stellen ist er nur mit Socken unterwegs, so Aiderbichl-Gutsverwalter Hans Wintersteller.
Aufgrund der regen Wandertätigkeit des Rindviehs wurde auch Ochs Ernstl inzwischen von seinem Einsatz abgezogen und wieder in den Gnadenhof nach Deggendorf gebracht, wo auch Yvonne hinkommen soll. "Er hat rührend seit Tagen nach Yvonne gerufen. Aber was hilft das, wenn sie gar nicht da ist?", hieß es auf der Homepage. Sollte das untergetauchte Tier irgendwann genau ausgemacht werden, wird der kastrierte Sohn Friesi in die Nähe gebracht, und Ernstl darf vielleicht auch mit.
Kein Schießbefehl mehr
Und noch eine Neuigkeit vermeldet das Gut Aiderbichl: Da Yvonne lange Zeit nicht mehr in der Nähe von Siedlungen gesehen worden ist und auch keine Straßen mehr gekreuzt hat, sei die Schießanordnung der Polizei bis zum 26. August ausgesetzt worden.