Verschollener Jet

MH370 über den Malediven gesehen?

05.04.2015

Mehrere Augenzeugen wollen den Geister-Jet über dem Inselparadies gesehen haben.

Zur Vollversion des Artikels
© EPA
Zur Vollversion des Artikels

Mehr als ein Jahr nach dem mysteriösen Verschwinden des Malaysia-Airlines-Flugs MH370 gibt es möglicherweise eine neue Spur. Mehrere Augenzeugen auf der kleinen Malediven-Insel Kudahuvadhoo berichten, dass sie am 8. März 2014 - jenem Tag, an dem die Maschine von den Radarschirmen verschwand - einen tieffliegenden Jet gesehen hätten. Die Insel liegt etwa 5.000 Kilometer vom bisher vermuteten Absturzort des Geisterjets entfernt.

"Ich weiß nicht, ob es die Malaysia-Maschine war. Aber es war ein klarer Tag, und ich sah deutlich ein riesiges Flugzeug, das sehr tief flog", zitiert die britische zeitung "Dailymail" einen der Augenzeugen, einen 34-jährigen IT-Manager. "Es war das größte Flugzeug, das ich je über der Insel gesehen habe", sagt der 34-Jährige. Auch andere Bewohner hätten das Flugzeug deutlich gesehen. "Es ist so niedrig geflogen, dass ich die Türen deutlich erkennen konnte", sagt ein weiterer Zeuge. Sie hätten ihre Beobachtungen der Polizei gemeldet. Wenig später bestritt das Militär, dass ein Flugzeug von MH370-Größe die Inseln überflogen habe.

Die Beobachtungen der Insulaner decken sich mit Daten, die das meereswissenschaftliche Institut der australischen Universität Curtin aufgefangen hat. Hochsensible Unterwasser-Messgeräte hätten am 8. März ein deutliches Signal aufgefangen - aus der Umgebung der Malediven! Das aufgezeichnete Geräusch könnte geologische Ursachen wie einen Felssturz gehabt haben. Es könnte aber auch der Absturz eines großen Flugzeugs ins Meer gewesen sein.

VIDEO: Großer Jet auf den Malediven: Ist das der Beweis?


Jet verschwunden
MH370 war am 8. März 2014 aus bisher völlig ungeklärten Gründen vom Radar verschwunden und ist bis heute nicht auffindbar. An Bord waren 239 Menschen. Ermittler glauben, dass die Boeing im Indischen Ozean abstürzte, aber bisher ist kein Wrackteil gefunden worden.

Was mit der Boeing 777-200 passiert sein könnte, ist weiterhin völlig unklar. "Gute Nacht, Malaysian drei sieben null", waren die letzten Worte aus dem Cockpit. Dann verschwand die Maschine vom Radar. Es gab keinerlei Hinweise auf schlechtes Wetter, einen technischen Defekt oder eine Entführung. Laut Experten lassen sich die letzten Stunden an Bord nicht ohne die Blackboxen rekonstruieren - und diese wurden nie gefunden.

Zur Vollversion des Artikels