Raketen- und Drohnen

Nach Russen-Angriffen: Ukraine geht der Strom aus

12.02.2026

Die durch russische Raketen- und Drohnenangriffe beschädigten Energieanlagen in der Ukraine produzieren trotz gestiegener Temperaturen weiter deutlich zu wenig Strom zur Versorgung der Bürger.  

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Das prognostizierte Verbrauchsmaximum liege aktuell bei 16,4 Gigawatt, bereitgestellt werden könnten nur 12,3 Gigawatt, sagte Energieminister Denys Schmyhal auf der Sitzung des parlamentarischen Energieausschusses gemäß einer Meldung der Nachrichtenagentur Interfax-Ukraine.

Millionen Ukrainer haben täglich mehr als 20 Stunden keinen Strom. Erst für den Frühling wird eine leichte Besserung erwartet.

Derzeit kommen den Angaben zufolge 7,5 Gigawatt aus Atomkraftwerken, etwa 2 Gigawatt werden importiert und etwas mehr als 800 Megawatt stammen aus fünf verbliebenen Blöcken in Wärmekraftwerken.

Für den Frühling 

Schmyhal sagte, am Dienstag und Mittwoch habe es bereits 1,6 bis 1,7 Gigawatt aus Solarenergie gegeben. Für den Frühling hoffe er auf höhere Beiträge der Wasserkraftwerke. Reserven sehe er auch noch beim Atomkraftwerk Riwne.

In den Tagen zuvor mit zweistelligen Minusgraden in einigen Teilen des Landes war der Bedarf an Strom den Angaben zufolge auf bis zu 18 Gigawatt gestiegen. Die Ukraine wehrt sich seit knapp vier Jahren gegen eine russische Invasion.