US-Student muss ins Arbeitslager

Video zeigt Warmbiers angeblichen Bannerklau

19.03.2016

Ottot Warmbier muss für 15 Jahre in ein nordkoreanisches Arbeitslager.

Zur Vollversion des Artikels
© APA
Zur Vollversion des Artikels

Nordkorea verurteilte den US-Studenten Otto Warmbier wegen "feindlicher Aktivitäten“ zu 15 Jahren Arbeitslager verurteilt. Der heute 21-jährige Amerikaner soll einen Banner geklaut haben. Das nordkoreanische Regime veröffentlichte nun ein Video, das den angeblichen Diebstahl zeigt.

Auf der kurzen Sequenz in niedriger Auflösung erkannt man aber praktisch gar nichts. In schwarz-weißer Farbe sieht man lediglich einen großen Mann, der eine Tafel von der Wand abnimmt und auf den Boden stellt. Das Ganze fand in der Silvesternacht in einem Hotel statt, in dem 100 Menschen untergebracht sind.

VIDEO: So brutal sind nordkoreanische Arbeitslager

Studenten erwartet Folter
Den US-Studenten droht nun Folter. In den berüchtigten Arbeitslagern werden Menschen regelmäßig gefoltert, gefoltert, müssen bis zu 18 Stunden täglich Arbeitsdienste leisten, leiden Hunger und leben unter unhaltbaren hygienischen Zuständen. Bis zu 200.000 Menschen sollen derzeit dort einsitzen. Ihr Tod wird in Kauf genommen.

So zynisch es klingt: Warmbiers Nationalität bewahrt ihn wahrscheinlich vor dem Tod. Diktator Kim wird kaum riskieren, einen US-Amerikaner in seinen Lagern sterben zu lassen. Der Student ist ein perfektes diplomatisches Druckmittel.

Zur Vollversion des Artikels