Attacke gegen Erdogan

Putin wirft Türkei "Islamisierung" vor

17.12.2015

Russischer Präsident sieht keinen Raum für Einigung mit Ankara.

Zur Vollversion des Artikels
 
Zur Vollversion des Artikels

Der russische Präsident Wladimir Putin hat die Sanktionen gegen die Türkei nach dem Abschuss eines Kampfflugzeugs gerechtfertigt. "Wir waren gezwungen, einige wirtschaftliche Schutzmaßnahmen zu ergreifen", sagte Putin am Donnerstag in Moskau bei seiner jährlichen Pressekonferenz. Reisen in die Türkei seien aus Sicherheitsbedenken gestoppt worden.

Islamisierung der Türkei
Das Land islamisiere sich, es biete Kämpfern Zuflucht, die über die Türkei ein- und ausreisten. Der Kontakt zum türkischen Volk solle natürlich fortgesetzt werden, antwortete Putin auf die besorgte Frage einer Journalistin aus der turksprachigen Teilrepublik Tatarstan. Raum für eine Einigung mit der türkischen Führung sehe er aber nicht, betonte der Kremlchef.

© EXPA

(c) EXPA

Putin unterstützt Kampf gegen IS
Der russische Präsident Wladimir Putin hat die Unterstützung seines Landes für eine geplante Resolution des UN-Sicherheitsrates zur Austrocknung der Finanzquellen der Jihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) zugesagt. "Wir unterstützen die Initiative der USA grundsätzlich", sagte Putin am Donnerstag bei seiner jährlichen großen Pressekonferenz in Moskau.

Bei seinem Treffen mit US-Außenminister John Kerry in der russischen Hauptstadt habe er sich am Dienstag "darauf geeinigt". Der UN-Sicherheitsrat soll noch am Donnerstag über die Resolution beraten. Am Freitag kommen zudem in New York wie bereits vergangenen Monat in Wien erneut die Außenminister von 17 Staaten zusammen, um über eine Lösung des Syrien-Konflikts zu beraten. An dem Treffen sollen unter anderem Kerry und Russlands Außenminister Sergej Lawrow teilnehmen.

Nobelpreis für Blatter
Putin nimmt in seiner jährlichen Kreml-Show auch zum FIFA-Skandal Stellung. Dabei verteidigt er FIFA-Boss Blatter und bezeichnete ihn als „sehr ehrenwerten Mann“. So „hochangesehenen“ Menschen wir Blatter solle man eigentlich den Friedensnobelpreis verleihen, so Putin. Blatter habe viel für den internationalen Fußball getan.

Der Kreml-Chef räumte ein, dass man Korruption natürlich bekämpfen müsse, betonte aber, dass Russland „seine“ WM auf ehrlichem Wege zugesprochen bekommen habe.

Zur Vollversion des Artikels