Medikament
Roche: Weiterer Studienerfolg mit Mittel gegen Multiple Sklerose
07.02.2026Der Schweizer Pharmakonzern Roche hat mit seinem MS-Hoffnungsträger Fenebrutinib einen weiteren Studienerfolg erzielt.
In einer Phase-III-Studie bei einer speziellen Form der Multiplen Sklerose (PPMS) senkte das Medikament das Risiko einer fortschreitenden Behinderung um zwölf Prozent im Vergleich zu Ocrevus, der bisher einzigen zugelassenen Therapie für diese Verlaufsform und ebenfalls ein Roche-Produkt.
Die Trennung der Behandlungskurven habe sich bereits nach 24 Wochen gezeigt, zusätzliche Analysen deuteten auf Vorteile bei der Funktion der oberen Extremitäten hin, wie Roche am Samstag mitteilte. PPMS ist die seltenste Form der Multiplen Sklerose, bei der die Behinderung von Beginn an kontinuierlich fortschreitet und keine Schübe auftreten.
Roche hatte bereits im November positive Phase-III-Daten bei schubförmiger MS vorgelegt und dabei erste Hinweise auf eine Wirksamkeit von Fenebrutinib bei PPMS gemeldet. Die nun präsentierten Daten wurden auf dem Fachkongress ACTRIMS vorgestellt. Laut Roche ist Fenebrutinib der erste experimentelle Wirkstoff seit über einem Jahrzehnt, der in einer Studie eine Reduktion der Behinderungsprogression bei PPMS zeigen konnte.
Eine Zulassungseinreichung ist geplant, sobald weitere Phase-III-Daten aus einer Studie zur schubförmigen MS vorliegen, die für das erste Halbjahr 2026 erwartet werden.