Gipfel

Rubio trifft Meloni in Rom: Gespräche über internationale Krisen

08.05.2026

US-Außenminister Marco Rubio ist zu brisanten Gesprächen nach Rom gereist. Gemeinsam mit Italiens Premier Giorgia Meloni sprach er über den Iran-Krieg, die Ukraine und die Spannungen zwischen Europa und den USA.

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Die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni empfing US-Außenminister Marco Rubio am Freitag in Rom. Bereits zuvor hatte Rubio mit Italiens Außenminister Antonio Tajani gesprochen. Im Mittelpunkt standen internationale Krisenherde wie der Krieg im Iran, die Lage im Nahen Osten, die Ukraine sowie Venezuela und Kuba. Auch die Beziehungen zwischen der EU und den USA wurden diskutiert.

Sorge um Straße von Hormuz

Ein weiteres zentrales Thema war die Sicherheit der Straße von Hormuz. Rubio betonte laut US-Außenministerium, dass westliche Staaten ihre wirtschaftlichen Interessen schützen müssten. Außerdem sprach der US-Außenminister über Maßnahmen zur Sicherung der internationalen Schifffahrtswege und der maritimen Sicherheit. Auch eine mögliche Lösung des Ukraine-Kriegs wurde thematisiert.

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Mission zur Entspannung

Rubios Rom-Reise gilt als diplomatische Mission zur Entspannung der zuletzt belasteten transatlantischen Beziehungen. Am Donnerstag traf Rubio im Vatikan auch Pope Leo XIV. Beide Seiten beschrieben das Gespräch anschließend als „freundlich und konstruktiv“. Hintergrund sind Spannungen zwischen US-Präsident Donald Trump und dem Papst wegen des Iran-Kriegs. Auf die Frage, ob bald ein Telefonat zwischen Trump und dem Papst möglich sei, sagte Rubio: „Vielleicht, es könnte passieren“.

Trump droht mit Truppenabzug

Für zusätzliche Brisanz sorgte Rubios Aussage zu möglichen US-Truppenabzügen aus NATO-Staaten wie Italien, Deutschland und Spanien. „Es gibt weiterhin einen Plan für Rotationen innerhalb der NATO, aber letztlich liegt die Entscheidung bei Trump“, sagte Rubio. Er kritisierte zudem, dass einige europäische Staaten den USA während des Iran-Kriegs die Nutzung ihrer Militärbasen verweigert hätten. Dadurch seien für die Vereinigten Staaten „unnötige Gefahren“ entstanden.

In Italien sind derzeit mehr als 12.000 US-Soldaten stationiert. Meloni betonte zuletzt, Italien habe „stets alle seine Verpflichtungen erfüllt“, auch bei Einsätzen in Afghanistan und im Irak.