Abgeordnete

Schottland geht Schritt zur Legalisierung von Sterbehilfe

13.05.2025

Kritiker befürchten, dass Menschen unter Druck geraten könnten, ihr Leben zu beenden

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Schottland geht einen ersten Schritt zur Legalisierung von Sterbehilfe. Die Abgeordneten im Regionalparlament stimmten in einer ersten Abstimmung grundsätzlich für einen entsprechenden Gesetzentwurf, wie die britische Nachrichtenagentur PA meldete. Über die Vorlage muss nun weiter verhandelt werden. Der Entwurf sieht vor, dass todkranke Menschen in Schottland unter bestimmten Voraussetzungen medizinische Hilfe bekommen können, um ihr Leben zu beenden.

Zwei Ärzte sollen dabei zum Beispiel bestätigen müssen, dass eine Person die Entscheidung freiwillig trifft. Auch das Parlament in London hatte im vergangenen Jahr in einem ersten Schritt für eine Legalisierung von Sterbehilfe gestimmt - über das Vorhaben und seine Ausgestaltung wird derzeit allerdings gerungen.

In Schottland hatte der Abgeordnete Liam McArthur von den Liberaldemokraten den Entwurf eingebracht und dafür plädiert, am Ende des Lebens mehr "Wahlmöglichkeit, Mitgefühl und Würde" zu ermöglichen. "Das ist ein entscheidender Moment für Schottland."

Kritiker befürchten dagegen, dass Menschen unter Druck geraten könnten, ihr Leben zu beenden. Die Schauspielerin Liz Carr etwa hatte nach Angaben von PA dazu aufgerufen, gegen die Vorlage zu stimmen, weil ihr die Definition tödlicher Krankheiten zu weit gefasst war.

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