Hong Kong

Skandal um Chens Pornovideo weitet sich aus

14.02.2008

Der Sexskandal um den Hong Konger Filmstar Edison Chen beschäftigt jetzt sogar den Regierungschef.

Zur Vollversion des Artikels
 
Zur Vollversion des Artikels

Die High Society in Hong Kong zittert. Fotos und Video-Material von Film-Star Edison Chen (bekannt aus "Der Fluch 2") beim Sex mit acht Frauen sind aufgetaucht (oe24.at hat berichtet). Das Pikante daran: Seine Gespielinnen sind selber Stars im asiatischen Raum und zum Teil verheiratet.

Sein Management versuchte zu retten, was zu retten ist und streute Gerüchte, dass es sich um gefakte Fotos handelt. Die Echtheit wurde aber schnell bestätigt: Das Badezimmer im Hintergrund war dasselbe wie im Blog des Stars, Piercing und Tattoos sind identisch mit denen der mitwirkenden Frauen.

 

Edison Chen entschuldigte sich via Internet für die Fotos. Doch das half nichts. Jetzt hat sich sogar Hongkongs Regierungschef in den Fall eingemischt.

Chens Leben in Gefahr
Hongkonger Medien schreiben, Gangster wollten Edison Chen "eine Lektion erteilen" oder ihn gar umbringen. Denn einigen Schauspielerinnen können die Sexfotos die Karriere kosten - und das Filmbusiness in Hongkong, so die Mutmaßungen, werde von der Mafia kontrolliert.

Regierung mischt sich ein
Angesichts dieser Ausmaße hat sich nun auch Hongkongs Regierungschef Donald Tsang zu Wort gemeldet. Die Polizei solle den Skandal so schnell wie möglich lösen, verlangte er. Außerdem müsse die moralische Erziehung der Schüler verbessert werden.

Neun Personen verhaftet
Die Hongkonger Polizei hat in den letzten zwei Wochen neun Personen verhaftet, die die Bilder im Internet verbreiteten. Aber "Kira", mit dem alles anfing, ist noch nicht gefasst. Der erste Mann, der in Hongkong wegen Verbreitung der Bilder ins Gefängnis musste, Chung Yik Tin, 29, wurde wieder freigelassen. Ein Hongkonger Tribunal kam zur Auffassung, die Fotos seien nicht "obszön", sondern "unzüchtig" - ein kleineres Vergehen. Eine schwierige Aufgabe für die Polizei. Einige Internetnutzer in Hongkong finden, die Beamten seien "übereifrig" vorgegangen und hätten individuelle Freiheiten verletzt. 400 Menschen demonstrierten jüngt gegen das Vorgehen. Sie meinen, die Behörden nehmen sich des Falls vor allem deshalb an, weil es um Prominente geht, und fürchten, der Fall werde als Vorwand für mehr Zensur genutzt.

Die Fotos waren an die Öffentlichkeit gekommen, weil Chen seinen Laptop, auf dem sich die Bilder und Videos befanden, zur Reparatur brachte. Der Techniker fand die Fotos und kopierte sie auf seinen privaten Rechner, ursprünglich nur für sein Privatvergnügen. Als aber Freunde bei ihm zu Besuch waren, ließ er es sich nicht nehmen, mit den Bildern zu prahlen. Seine Freunde überzeugten ihn dann davon, die heißen Fotos herzugeben. Der Rest ist Geschichte...

Zur Vollversion des Artikels