Drama im Mittelmeer

Skelett in Neopren-Anzug vor Ibiza entdeckt

02.07.2013

Die Besatzung einer Yacht machte den Fund. Jetzt ermittelt die Polizei.

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Grausiger Leichenfund im Mittelmeer: Die Besatzung des Segelschiffs "Yaiza" entdeckte laut der spanischen Zeitung "El Pais" einen menschlichen Kadaver in Neopren-Anzug mit einem Rucksack, in welchem sich ein Pass, Geld und ein Mobiltelefon befand. Sofort rief sie die Polizei und gab die genauen Koordinaten im Kanal von Ibiza durch, ungefähr 40 Seemeilen von Calpe (Alicante) entfernt.

Skelettiert
Die Polizisten rückten aus und fischten die Leiche aus dem Meer. Der Taucher war vollkommen skelettiert, er hatte kein Gramm Körpergewebe mehr, so der Bericht: Das Meer und wohl auch die Fauna hatten den Mann völlig zerfressen. Die sterblichen Überreste wurde nach Calpe auf dem spanischen Festland gebracht, wo eine Autopsie der Leiche angeordnet wurde. Bislang ist nicht bekannt, woran der Mann starb. Fraglich ist auch, ob die genaue Todesursache jemals festgestellt werden kann.

Die Identität der Leiche jedenfalls, bei der 540 Euro gefunden wurden sowie ein Handy, dürfte geklärt sein. Der Pass, der in dem Rucksack entdeckt wurde, lautet auf den Namen Abdelaziz E., geboren in Imzouren, einer 100.000 Einwohner-Stadt im Norden Marokkos.

Ersten Ermittlungen zufolge könnte der junge Mann versucht haben, das Meer von Marokko nach Spanien zu durchschwimmen; bei dem Vorhaben hat ihn wohl die Strömung abgetrieben. Wie es seitens der Polizei heißt, verstarb Abdelaziz E. im Meer, seine Leiche sackte auf den Meeresgrund ab, wo sie der Meeres-Fauna überlassen war. Später dann tauchte die skelettierte Leiche im Neopren-Anzug an der Meeresoberfläche treibend auf.

Internet-Recherchen ergaben bis jetzt, dass Abdelaziz. E. immer wieder Jobs in Marokko suchte. Sein Lebenslauf ist auf mehreren Jobseiten  platziert. Die Polizei hegt den Verdacht, dass er in seiner Verzweiflung nach Spanien schwimmen wollte, um dort sein Glück zu suchen. Doch das endete tödlich.



 
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