Von Güterzug getötet

Starb 23-Jähriger wegen Pokémon Go?

01.09.2016

Wurde der Mann vom Zug erfasst, weil er auf sein Handy schaute?

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© Reuters (Symbolbild)
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Am letzten Freitag starb ein 23-jähriger Mann am Schweizer Bahnhof Oensingen SO - seine Familie rätselt über den Grund seines Todes.

Auf Gleis 4 stieg er aus einem Zug und wechselte auf die andere Seite des Bahnsteigs auf Gleis 3. Dort blieb er am Rand stehen und wurde von einem Güterzug erfasst. Der junge Mann starb.

Keine Fremdeinwirkung

Wie die Polizei laut "Blick.ch" mitteilte, handle es sich um einen Unfall, es liegen keine Hinweise auf Fremdeinwirkung vor. Nun wird über die Unfallursache gerätselt.

"Wir sind tief betroffen über seinen Tod", sagte der Großvater des Verstorbenen. "Er war so glücklich und plante seine Zukunft in der Schweiz." Da die Arbeitsumstände viel besser seien, war er erst im Mai von Deutschland weggezogen. Schnell fand er in seiner neuen Heimat Freunde, mit denen er sogar am Unfallabend noch ein Selfie machte, das er auf Facebook postete.

"Er sieht auf dem Foto so glücklich aus", sagte seine Mutter. "Dass er nicht mehr da ist, schmerzt so sehr."

Rätsel um Unfallursache

Derzeit wird abgeklärt, ob der junge Mann Alkohol im Blut hatte. Sicher habe er hin und wieder ein Bier getrunken, sagte sein Großvater zum "Blick". "Ich hoffe nur, dass er beim Unfall nicht so ein Pokémon auf dem Handy jagte und deshalb nicht merkte, dass er die Sicherheitslinie überschritten hatte", äußerte er seine Befürchtung.

Der Lokführer habe den jungen Mann jedenfalls noch gesehen, den Kopf hatte er nach unten gerichtet. Er habe ein Signal gegeben und gebremst, doch es war zu spät. Der 23-Jährige wurde am Kopf erfasst.

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