Riesen-Wirbel im Netz

Tierheim schläfert trächtige Hündin bei Geburt ein

06.06.2018

Der Tierheim-Chef rechtfertigt sich für die Aktion: "Sie war eine Gefahr für die Öffentlichkeit"

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© Facebook
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In den USA sorgt derzeit ein Fall einer Einschläferung für Aufsehen. In einem Tierheim in Texas wurde ein trächtiges Pitbull-Weibchen bei der Geburt eingeschläfert. Das schreibt zumindest eine freiwillige Helferin namens Dacia Anderson auf Facebook.

Anderson berichtet, dass sie während der Besichtigung des Tierheims auf die Hündin traf. An ihrem Bändchen war zu lesen, dass ihr Besitzer sie am Vortag hier abgegeben habe. „Sie war freundlich, aber auch ängstlich und hüpfte auf mich, damit ich sie streichle“, schreibt Anderson.

Sie wollte Hilfe holen

Anderson wurde Zeugin, wie die Hündin Wehen bekam und dabei war, ihre Welpen auf die Welt zu bringen. Da sie mit Geburten nicht vertraut ist, holte sie Hilfe bei Mitarbeitern der Einrichtung. Als sie dachte, dass sich jemand um die Pitbull-Hündin und ihre Welpen kümmere, war sie vorerst beruhigt.

Allerdings wurde ihr anschließend der Zugang zum Käfig des Hundes verweigert. Sie habe anschließend gesehen, wie Tierärzte mit einer großen Metallbox auf dem Weg zum Hund waren. Sofort fragte sie einen Mitarbeiter, ob der Hund eingeschläfert wird. Dieser verneinte es und meinte, sie würde nur verlegt werden.

Im Sterben liegend Welpen gesäubert

Wenig später war es dann traurige Gewissheit. Der Pitbull wurde eingeschläfert. Ein weiterer Mitarbeiter des Tierheims erzählte ihr schließlich, dass sie noch in den Wehen starb. „In ihren letzten Momenten, schon im Sterben liegend, hat sie noch ihre frischgeborenen Welpen gesäubert“, schreibt die freiwillige Helferin.

"Mir ist bewusst, dass Euthanasie im Tierheim zum Alltag gehört. Mir ist auch bewusst, dass die Ärzte in solchen Fällen eine harte Entscheidung treffen müssen. Dennoch denke ich, dass diese Aktion das genaue Gegenteil von dem ist, was das Tierheim tun sollte. Dieser Akt war, um es milde auszudrücken, einfach nur entsetzlich", so Anderson weiter.

Shitstorm, aber Chef kontert

Im Netz reagierten viele User mit Bestürzung. Ihr Posting ging sofort viral. Innerhalb kurzer Zeit sammelten sich Tausende Kommentare darunter. Das Tierheim reagierte prompt. Der Chef der Einrichtung sagte im Interview mit dem TV-Sender „ABC7“, dass der Hund eine Gefahr für die Allgemeinheit darstellte. „Der Besitzer hatte den Notruf alarmiert, weil das Tier so aggressiv war. Deshalb kam der Pitbull zu uns. Am nächsten Morgen entschieden wir uns dann, ihn aufgrund seines aggressiven Verhaltens und des Anrufs einzuschläfern."

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