Ukraine-Krieg

Trump stellt Selenskyj Knallhart-Forderung

28.01.2026

Die USA knüpfen Sicherheitsgarantien für die Ukraine einem Zeitungsbericht zufolge offenbar an einen Gebietsverzicht.  

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Die US-Regierung habe dies der Ukraine signalisiert, berichtete die "Financial Times" am Dienstag unter Berufung auf acht mit den Gesprächen vertraute Personen. Demnach würde ein Friedensabkommen wahrscheinlich die Abtretung der Donbass-Region an Russland erfordern.

Washington habe zudem in Aussicht gestellt, der Ukraine mehr Waffen zu liefern, falls sich Kiew aus den noch kontrollierten Teilen der Ostukraine zurückziehe.

Russland bezeichnete einen Abzug der ukrainischen Truppen aus der Donbass-Region als Möglichkeit für ein Kriegsende. "Ein Rückzug aus dem Donbass ist der Weg zum Frieden für die Ukraine", schrieb der Sondergesandte des russischen Präsidenten Wladimir Putin, Kirill Dmitrijew, auf der Online-Plattform X. Russland kontrolliert rund 90 Prozent der ostukrainischen Donbass-Region. Ein Hauptstreitpunkt der Verhandlungen über ein Kriegsende ist Putins Forderung, dass die Ukraine die unter ihrer Kontrolle verbliebenen Teile der Region abtritt. Putin hat wiederholt gedroht, Russland werde den Rest mit Gewalt einnehmen, sollte die Ukraine das Gebiet nicht aufgeben. 

Selenskyj ist zu Treffen mit Putin bereit 

Selenskyj ist laut seinem Außenminister bereit, mit Blick auf ein Ende des russischen Angriffskriegs direkt mit Kremlchef Wladimir Putin über heikle Fragen zu verhandeln. Im Ringen um eine Friedenslösung seien die sensibelsten Fragen noch nicht geklärt, sagte Chefdiplomat Andrij Sybiha im Interview mit dem ukrainischen Portal "Jewropejska Prawda". Dabei gehe es um Gebietsfragen und das von Russen besetzte Atomkraftwerk in Saporischschja.

Um diese Fragen zu klären, sei Selenskyj bereit, sich mit Putin zu treffen, sagte Sybiha. Russland verlangt für einen Waffenstillstand territoriale Zugeständnisse der Ukraine, insbesondere einen Abzug der ukrainischen Truppen aus den Gebieten Donezk und Luhansk. Das Atomkraftwerk Saporischschja ist das größte in Europa und seit März 2022 - also kurz nach Kriegsbeginn - von russischen Truppen besetzt.

Schon in der Vergangenheit hatte Selenskyj mehrfach ein Treffen mit dem russischen Staatschef gefordert, während Moskau stets bremste. Am vergangenen Wochenende verhandelten in den Vereinigten Arabischen Emiraten Unterhändler der Ukraine und Russlands unter Vermittlung der USA erstmals seit Monaten wieder direkt miteinander. Die Gespräche sollen am kommenden Sonntag in Abu Dhabi fortgesetzt werden.

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