Zickzack-Kurs
Trumps Iran-Wende: Experte hat brisanten Verdacht
24.03.2026US-Präsident Donald Trump hat seine ultimativ angedrohten Angriffe auf iranische Kraftwerke und Energieinfrastruktur verschoben - wegen, nach seinen Worten, „produktiver Gespräche“ mit der Islamischen Republik.
Das ursprünglich in der Nacht auf Dienstag (MEZ) auslaufende Ultimatum an den Iran zur Öffnung der für den internationalen Schiffsverkehr wichtigen Straße von Hormuz setzte Trump für fünf Tage aus.
Der iranische Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf dementierte: Es habe keine Verhandlungen mit den USA gegeben. „Fake News“ würden genutzt, um die Finanz- und Ölmärkte zu manipulieren und dem „Sumpf zu entkommen, in dem die USA und Israel feststecken“. Beide Staaten hatten die Islamische Republik vor drei Wochen angegriffen.
Trump unter Druck
Für zahlreiche Experten ist Trumps Zickzack-Kurs ein Indiz dafür, dass der US-Präsident einen Ausweg aus dem Krieg sucht. Der Einsatz ist in den USA höchst unpopulär und führt auch an den amerikanischen Tankstellen zu Preis-Explosionen.
US-Politologe Scott Erb glaubt, Trump habe geglaubt, der Krieg sei einfach zu gewinnen. „Er hat sich massiv getäuscht – und jetzt sucht er einen Ausweg, ohne wie ein Verlierer dazustehen.“ Der US-Präsident wolle nun irgendeinen Deal mit den Mullahs schließen, um doch noch als Sieger darzustellen. Dabei könnte es etwa um das Atomprogramm oder die Öffnung der Straße von Hormuz gehen.
Jonathan Cristol hat hingegen einen brisanten Verdacht. „So wie Trump spricht, wirkt es, als wolle er den Sieg erklären und einfach gehen“, so der US-Experte zur BILD. Der US-Präsident könne also den Einsatz einfach zum Erfolg deklarieren und sich dann wieder einem anderen Konflikt widmen. Von Regime Change ist von den USA ohnehin nicht mehr die Rede.
Trump hatte 48-Stunden-Frist gesetzt
Die iranische Nachrichtenagentur Fars zitierte eine anonyme Quelle im iranischen Machtapparat, wonach Trump mit seinem Ultimatum zurückgerudert sei, nachdem er gehört habe, dass alle Kraftwerke in Westasien Ziele iranischer Angriffe sein würden. Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim schrieb, Trump habe sich „vom Druck der Finanzmärkte“ überzeugen lassen.
In der Nacht zum Sonntag (MEZ) hatte Trump mit der Zerstörung ihrer Energieanlagen gedroht, sollte das Land nicht innerhalb von 48 Stunden die Straße von Hormuz vollständig und „ohne Drohungen“ öffnen. Andernfalls würden die USA Irans Kraftwerke angreifen und zerstören, „beginnend mit dem größten!“, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social.