Über 50 Tote

U-Bahn-Anschlag: Drahtzieher enttarnt

13.04.2010

Russlands Behörden haben die Hintermänner ausfindig gemacht.

Zur Vollversion des Artikels
© EPA
Zur Vollversion des Artikels

Die russischen Behörden haben nach eigenen Angaben die Drahtzieher der Anschläge auf die Moskauer U-Bahn ausfindig gemacht. Die Attentäter und die Hintermänner der Moskauer Anschläge und eines Doppelanschlags in der Stadt Kisljar in der Kaukasusrepublik Dagestan seien "bekannt", sagte der Chef des Inlandsgeheimdienstes FSB, Alexander Bortnikow, am Dienstag im russischen Fernsehen. Die Behörden wissen demnach auch über die genauen Umstände der Planung und Ausführung der beiden Terroranschläge Bescheid. Die Namen der Drahtzieher nannte Bortnikow jedoch nicht.

26 "Terroristen" getötet
Ende März hatten sich zwei Selbstmordattentäterinnen in zwei U-Bahnhöfen im Zentrum der russischen Hauptstadt in die Luft gesprengt. Dabei starben 40 Menschen. Zwei Tage später wurden bei dem Doppelanschlag in Kisljar zwölf Menschen getötet. Zu den Moskauer Anschlägen bekannte sich eine Rebellengruppe aus dem Nordkaukasus, das sogenannte Kaukasus-Emirat von Doku Umarow. In den russischen Teilrepubliken Dagestan, Tschetschenien und Inguschetien kämpfen seit Jahren radikalislamische Rebellen für die Unabhängigkeit von Moskau.

Wie Bortnikow weiter mitteilte, wurden insgesamt 26 "Terroristen" getötet, die hinter einem Anschlag auf den "Newski-Express" Ende November 2009 gestanden haben sollen. Der Schnellzug war auf dem Weg von Moskau nach St. Petersburg durch eine Explosion entgleist, 27 Menschen starben. 14 weitere Beteiligte seien festgenommen worden, sagte der FSB-Chef. Die Bande soll demnach noch in 50 weitere Attacken auf russische Sicherheitskräfte verwickelt sein.

Zur Vollversion des Artikels
Weitere Artikel