Super Tuesday

Obama und Clinton liegen Kopf-an-Kopf

04.02.2008

Nach Umfrage-Verlusten für Hillary Clinton ist das Rennen zwischen ihr und Obama wieder offen. Die Republikaner haben einen klaren Favoriten.

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© AP, Barack Obama und Hillary Clinton
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Im Kampf um die US-Präsidentschaftskandidatur liefern sich kurz vor dem "Super Tuesday" die beiden Bewerber der Demokraten, Hillary Clinton und Barack Obama, in wichtigen Staaten ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen. Einen kleinen Vorsprung verbuchte der afroamerikanische Senator aus Illinois in Kalifornien, wo er laut einer am Sonntag veröffentlichten Umfrage von Reuters, C-Span und Zogby mit 45 Prozent vier Punkte mehr als Clinton erzielte.

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Die Senatorin aus New York lag hingegen in New Jersey und Missouri leicht vor ihrem Kontrahenten. Angesichts der knappen Ausgangslage sei es ziemlich sicher, dass auch nach Dienstag, wenn in mehr als 20 Staaten Vorwahlen stattfinden, der Kandidat der Demokraten nicht feststehen werde, sagte Meinungsforscher John Zogby.

Wer soll die Vorwahl der Demokraten gewinnen?

McCain vs. Romney bei den Republikanern
Bei den Republikanern lag Senator John McCain mit zweistelligem Abstand in New York, New Jersey und Missouri vor seinem schärfsten Rivalen Mitt Romney. Der Ex-Gouverneur von Massachusetts führte aber mit 37 zu 34 Prozent in Kalifornien, wo am Dienstag die meisten Delegiertenstimmen gewonnen werden können. "Kalifornien könnte Romneys letztes Gefecht werden", sagte Zogby. Sollte der Mormone in dem bevölkerungsreichsten US-Staat die Nase vorn haben, könnte dies den Gegnern von Favorit McCain noch einmal Hoffnung geben. Schlecht sieht es hingegen für Mike Huckabee aus. Dem Überraschungssieger der Vorwahl in Iowa werden praktisch keine Chancen mehr eingeräumt.

Bei den Demokraten könnte eine Entscheidung über den Kandidaten für die eigentliche Präsidentschaftswahl im November auch deshalb noch auf sich warten lassen, weil hier in den einzelnen US-Staaten die Delegierten proportional zu den erhaltenen Stimmen verteilt werden. Der Zweitplatzierte kann also trotz einer Niederlage Delegierte zugesprochen bekommen, die dann im Sommer auf dem Nominierungsparteitag für ihn stimmen werden. Bei den Republikanern erhält hingegen in den meisten Fällen der Gewinner automatisch alle Delegierten, die ein Staat zum Parteitag entsendet. Der Verlierer geht leer aus.

Die Umfrage wurde für beide Parteien in Kalifornien, New Jersey und Missouri erhoben. Zudem wurden zu den Republikanern auch Wähler in New York und zu den Demokraten in Georgia befragt. In dem Südstaat lag Obama dank der Unterstützung schwarzer Wähler klar vor Clinton.

Schwarzeneggers Frau schwärmt für Obama
Kurz vor den wichtigen Vorwahlen in Kalifornien hat sich die Ehefrau des republikanischen Gouverneurs Arnold Schwarzenegger für Barack Obama als Präsidentschaftskandidaten der Demokraten starkgemacht. "Wenn Barack Obama ein Bundesstaat wäre, dann wäre er Kalifornien", rief die bekennende Demokratin Maria Shriver am Sonntag einer jubelnden Menschenmenge in Los Angeles zu. "Ich meine, überlegt mal: divers, offen, smart, unabhängig, Erfahrung mit Geld, innovativ, inspirierend, ein Träumer, ein Führer."

Neben Shriver warben auf der Veranstaltung an der Universität von Kalifornien auch ihre Cousine Caroline Kennedy, die Tochter des ermordeten US-Präsidenten John F. Kennedy, und die TV-Moderatorin Oprah Winfrey für Obama als nächsten Präsidenten .

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