Israel

Zwei Raketen schlagen auf Golanhöhen ein

06.05.2013

Keine Opfer - Geschoß war fehlgeleitet. Blauhelme nicht in Gefahr.

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© AFP
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Zwei aus Syrien abgefeuerte Raketen sind in der Nähe eines israelischen Grenzpostens auf den Golanhöhen eingeschlagen. Zunächst war von einer Mörsergranate die Rede gewesen. Eine israelische Militärsprecherin in Tel Aviv sagte am Montag, die beiden Raketen seien auf einem offenen Feld niedergegangen. Es habe weder Opfer noch Sachschaden gegeben. Man gehe davon aus, dass die Raketen bei internen Kämpfen in Syrien abgeschossen wurden. Damit handelt es sich offenbar nicht um eine Reaktion auf den israelischen Raketenangriff in Syrien in der Nacht zum Sonntag.

Syrien hatte nach den Luftangriffen von einer Kriegserklärung Israels gesprochen und Vergeltung angedroht. Das syrische Fernsehen berichtete am Montag, Damaskus habe es palästinensischen Fraktionen erlaubt, Israel von den Golanhöhen aus anzugreifen. Israel hat den Angriff in Syrien, bei dem offenbar Dutzende Elitesoldaten getötet wurden, bisher nicht offiziell bestätigt.

Es ist nicht das erste Mal, dass fehlgeleitete Geschoße aus Syrien auf den Golanhöhen einschlagen.

Technisch gesehen befinden sich Israel und Syrien seit Jahrzehnten im Kriegszustand, weil es nach dem Yom-Kippur-Krieg 1973 nie zu einem formellen Friedensschluss kam. Israel besetzt seit 1967 die völkerrechtlich zu Syrien gehörenden Golan-Höhen, auf denen auch österreichische Blauhelme zur Wahrung des Waffenstillstandes stationiert sind. Diese befänden sich derzeit nicht in Gefahr, sagte Bundesheer-Sprecher Michael Bauer. Die Sicherheitslage habe sich in den vergangenen Wochen und Monaten nicht geändert, er wolle nicht über mögliche Auswirkungen von Feindseligkeiten zwischen den beiden Staaten spekulieren.




 
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