08. September 2012 20:18

Linz 

»Sex- Lehrer«: Eltern sind in Panik

Der vorbestrafte Pädophile klagte gegen seinen Rauswurf – und bekam Recht. Politik und Schulbehörde verstehen die Welt nicht mehr.

»Sex- Lehrer«: Eltern sind in Panik

Unglaublich, aber leider wahr: Wenn morgen in Oberösterreich die Schule beginnt, wird ein rechtskräftig verurteilter Pädophiler als Lehrer auf die Kinder losgelassen. Die Emotionen gehen hoch: „Wir werden sicher dagegen arbeiten, wenn wir erfahren, an welcher Schule der Lehrer tätig werden soll“, so Kurt Süß, Landesverbands-Präsident der Elternvereine.
Klagsdrohung. Das wird aber gar nicht so einfach: Denn der Pädagoge droht jedem, der seine Neigungen öffentlich macht, mit sofortiger Klage. Daher konnte Landesschulrats-Präsident Fritz Enzenhofer nur die Schulaufsicht und den betroffenen Direktor informieren. Die Lehrerkollegen und Elternvertreter dürfen die Identität des Sex-Lehrers nicht kennen.
Damit wird in jeder Schule, in der morgen ein ausgebildeter Hauptschullehrer mit den Fächern Mathematik, Physik und Chemie und Wohnsitz im Bundesland Salzburg neu zum Unterricht erscheint, Unbehagen mitschwingen. Landeshauptmann Josef Pühringer (ÖVP) sagt, er verstehe die Proteste der Eltern. Das Recht stehe aber aufseiten des Lehrers (siehe Interview).

Kinderporno
Der Mann war 2006 in Salzburg rechtskräftig zu einer bedingten Haft verurteilt worden, weil er wiederholt Kinderpornos aus dem Internet runtergeladen hatte. Danach übersiedelte er beruflich nach Oberösterreich, verschwieg aber seine Verurteilung. Als sie aufflog, wurde er zuerst suspendiert und einige Wochen später gekündigt.
Das Arbeitsgericht hob jedoch die Kündigung wieder auf. Enzinger und Pühringer können nur dafür sorgen, dass er nicht mit Kindern unter 14 Jahren in Berührung kommt.

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Pühringer:
»Ich verstehe die Proteste der Eltern«

ÖSTERREICH: Was kann man in so einem Fall tun?
Josef Pühringer: Ich verstehe die Proteste der Eltern, aber dem Landesschulrat sind die Hände gebunden. Das Recht ist einfach klar auf der Seite dieses Lehrers. Aber natürlich wird beim Landesschulrat fieberhaft überlegt, was möglich ist. Bisher wurde mir aber noch kein Vorschlag unterbreitet, der rechtskonform wäre.
ÖSTERREICH: Könnte man dem Lehrer nicht einen Job fern von Kindern anbieten?
Pühringer: Ein Job in der Verwaltung käme einer Beförderung gleich, da würde er auch mehr verdienen. Das würde hinten und vorne auch nicht zusammenpassen.(hij)




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10 Postings
Nayura (GAST) meint am 09.09.2012 23:55:25 ANTWORTEN >
So einer darf weder beruflich, noch privat jemals wieder Kontakt zu Kinder haben. Wegsperren ist auch keine Lösung, denn dann dürfen wir Steuerzahler ihn für den Rest seines Lebens durchfüttern. Einzig sinnvolle Alternative wäre die Todesstrafe.
lux2011 meint am 09.09.2012 14:10:38 ANTWORTEN >
Ein Pädagoge, der wegen Besitzes von Kinderpornos verurteilt ist, gehört mit Berufsverbot für alle Jobs belegt, bei denen er mit Kindern und Jugendlichen zu tun hat und haben könnte. Dies könnten Gerichte nach heutiger Gesetzeslage bereits jetzt im Urteil
anordnen. Der eher milde Umgang der Richterschaft bei Sexualdelikten speziell bei männlichen Richtern, scheint auch seltsam. Und was den Einspruch dieses Lehrers gegen seine Entlassung betrifft, scheint mir eine Anlassgesetzgebung mit rückwirkender Wirkung
mit dem das automatische Berufsverbot Gesetz wird angebracht. Denn eins kann doch nicht sein nähmlich Täterschutz höher zu werten als den Opferschutz.
dodo_2340 (GAST) meint am 09.09.2012 20:20:07
@ lux2011

Vergessen Sie eine rueckwirkende Gesetzesaenderung! In einem Rechtsstaat ist diese nicht durchsetzbar.
SOS_Wien meint am 09.09.2012 14:08:07 ANTWORTEN >
Bedenklich, dass in unserem Land keiner mehr Eier hat. Warum diese Kranken dauernd von Politik und Justiz geschützt werden, kann man sich nur denken. Wenn sogar Jugendrichter darunter zu finden sind und dann erst nach langem hin und her ein Berufsverbot für 5 Jahre bei Weiterbezahlunge bekommen, dann sollte uns nichts mehr wundern.
Ist doch klar (GAST) meint am 09.09.2012 11:39:37 ANTWORTEN >
Bei der ÖVP kann ein rechtskräftig verurteilter brav bei den Kindern sein. Ist doch der Hohn was die Politik da aufführt.
Er ist rechtskräftig verurteilt Täter und hat daher von den Kindern fern gehalten zu werden
mistery_ (GAST) meint am 09.09.2012 21:18:41
@n Ist doch klar (GAST)
was postest du für schwachsinn...
wieso die bei der ÖVP?? die kann doch nicht alleine gesetze bestimmen...daher gibt es eine abstimmung, wo die mehrheit der regierungsparteien ein gesetz bestimmen und durchbringen - also...was soll dieser blödsinn - was hat den die ÖVP damit zutun??
na sowas (GAST) meint am 09.09.2012 10:54:01 ANTWORTEN >
wie wäre es mit einem aufruf, dass alle math-physik-chemie lehrer -selbstverständlich auf freiwilliger basis - den elternvereinen ein poliz.führungszeugnis bringen? ich bin mir sicher, dass die elternvereine gerne die kosten dafür übernehmen!
rechtdemvolk (GAST) meint am 09.09.2012 08:28:50 ANTWORTEN >
die eltern brauchen keine panik haben.
wenn unser system wieder mal versagt muss man halt selbst hand anlegen und dafür sorgen das er nix mehr anstellt.
Kriegerin meint am 09.09.2012 00:12:55 ANTWORTEN >
was will er klagen?
zuerst kinderponos runterladen und dann feig sein und heimlich an einer schule arbeiten wollen.
was ist das für ein feiges schwein?
dodo_2340 (GAST) meint am 09.09.2012 20:25:08
@ Kriegerin

Kinderschaender sind grundsaetzlich IMMER feige Schweine. WEIL sie feig sind, vergreifen sie sich an Kindern, denn bei Erwachsenen fehlt ihnen der Mut. Die koennten sich ja wehren.
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