Hohes Engagement
Heumarkt-Projekt: Ludwig bekräftigt Kampf um Welterbe-Status
Dieser ist angesichts des geplanten Bauprojekts am Heumarkt gefährdet. Ludwig verwies in der Fragestunde auf Maßnahmen, die zuletzt gesetzt wurden, hielt aber auch fest, dass man den Investor nicht zwingen könne, eine bestimmte Variante einzureichen.
"Die Stadt Wien wird sich wie bisher mit hohem Engagement dafür einsetzen, dass eine für alle Seiten tragfähige Lösung entsteht, die sowohl Planungssicherheit als auch einen verantwortungsvollen Umgang mit dem kulturellen Erbe abbildet", versprach das Stadtoberhaupt. Die Stadt Wien habe mit dem geltenden Flächenwidmungs- und Bebauungsplan bereits einen präzisen Rahmen für die Entwicklung des Areals am Heumarkt definiert, gab er zu bedenken.
Bereits "große Anstrengungen" unternommen
Es seien im Zusammenhang mit dem Projekt auch weitere "große Anstrengungen" unternommen worden, erinnerte Ludwig etwa an wiederholte Umplanungen bzw. rechtliche Änderungen in der Bauordnung oder strengere Bestimmungen zu Hochhausstandorten. Auch den Managementplan zum Welterbe Historisches Zentrum strich er hervor.
Der Ball liege nun beim Einreicher Wertinvest, ein Projekt vorzulegen, das auch umgesetzt werden könne. Das Interesse, das Areal am Heumarkt zu verändern und damit zu verbessern, sei jedenfalls groß, hielt Ludwig fest. Zu laufenden Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht oder möglichen UVP-Pflichten wollte er sich nicht äußern.
Das Heumarkt-Turmprojekt wurde nach Bedenken der UNESCO, die Auswirkungen auf das Stadtbild befürchtet, bereits wiederholt redimensioniert. Aktuell ist geplant, ein Wohnhaus mit 49,95 Metern Höhe zu errichten und den Neubau des Hotels Intercontinental mit 47,85 Metern zu beschränken. Die Innenstadt verbleibt einstweilen auf der Roten Liste der gefährdeten Welterbestätten.
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