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FPÖ-Kickl: Wirbel um Waffen-SS-Sager

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FPÖ-Kickl: Wirbel um Waffen-SS-Sager

Die FPÖ könnte vor einem neuen Wirbel stehen. Der blaue Generalsekretär Herbert Kickl hat sich am Mittwochabend via ATV gegen eine Verurteilung der Waffen SS gewandt.

"Waffen SS ist nicht kollektiv schuldig zu sprechen"
In der ATV-Politdiskussion "Am Punkt" verteidigte Kickl die langjährige Mitgliedschaft des steirischen FPÖ-Spitzenkandidaten Gerhard Kurzmann bei der Kameradschaft IV, einer Veteranenorganisation ehemaliger Waffen SS-Angehöriger: "Da werden wir uns nicht darauf verständigen können, dass ein Verein als solcher oder eine Einheit wie die Waffen SS kollektiv schuldig zu sprechen ist".

  • Sein Parteifreund Kurzmann hatte zuletzt mit dem Anti-Islam-Spiel im Internet auf sich aufmerksam gemacht. Das Spiel "Moschee baba" ist Bestandteil des FPÖ-Wahlkampfs zu den steirischen Landtagswahlen. Bundesparteichef Heinz-Christian Strache hat sich davon bereits distanziert.

Muzicant sieht "Verbrecherorganisation"
Ariel Muzicant, der Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde, hielt dagegen, dass die Waffen SS bei den Nürnberger Prozessen zur verbrecherischen Organisation erklärt wurde. Kritik übte Muzicant auch am umstrittenen blauen Online-Spiel. Eine sachliche Islam-Debatte werde damit unmöglich: "Warum steht man nicht auf und sagt, Moschee dort, wo man eine braucht - Minarette nicht unbedingt? Weil man sofort Angst hat, mit der FPÖ in ein Boot geworfen zu werden".

FPÖ ist Partei für "bildungsferne Schichten"
Überraschend lobte Muzicant den verstorbenen Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider: "Er war authentischer und ein politisches Genie. Strache hingegen schreit das laut hinaus, was Kickl wundervoll formuliert." Weiters musste sich Kickl einen Vorwurf des Jugendforschers Bernhard Heinzlmaier gefallen lassen: "Die FPÖ steckt in bildungsfernen Schichten fest. Das ist ein Programm für Menschen mit geringem kulturellen Kapital".

Kickl ließ das nicht auf sich sitzen: "Im Grunde meinen Sie damit, dass die Blöden die FPÖ wählen. Das ist die Überheblichkeit der politischen Klasse, die sich für etwas Besseres hält".

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