Umfrage-Desaster für SP Wien

Katastrophale Werte für Stadtregierung

Umfrage-Desaster für SP Wien

Die neueste Umfrage des Instituts Research Affairs (dem neuen Star unter den Umfrage-Instituten, das zuletzt das Ergebnis der Bundespräsidentenwahl punktgenau prognostiziert hatte) birgt für die SPÖ Wien enormen Sprengstoff. Sie lässt erahnen, warum SP-Chef Häupl Regierung und Partei so dringend umbauen will.

In der Sonntagsfrage stürzt die SPÖ um fast 15 % ab

Laut Research Affairs würde die SPÖ bei einer Gemeinderatswahl in Wien nur noch verheerende 25 % erreichen (statt 39,6 % bei der letzten GR-Wahl 2015). Gewinner wären die FPÖ mit bereits 38 % (zuletzt 30,8 %) und die Grünen mit 17 % (statt 11,8 %).

ÖVP mit 9 % und Neos mit 8 % sind unverändert.

Häupl Grafiken © TZOe

44 % meinen bereits, Häupl sollte abtreten ...

Alarmsignale sendet die Umfrage auch an Häupl selbst: Zwar würde Häupl ein Direkt-Duell mit HC Strache in Wien nach wie vor mit 52 % zu 31 % überlegen gewinnen – aber nur noch 37 % sind mit der Arbeit des Bürgermeisters zufrieden, 40 % nicht.

Erstmals spricht sich eine knappe Mehrheit 44 zu 42 % für einen Rücktritt Häupls aus.

Häupl Grafiken © TZOe

Als Nachfolger wird eindeutig Wohnbaustadtrat Ludwig präferiert – 18 % wollen ihn als neuen Bürgermeister, 8 % Uli Sima, nur 5 % Andreas Schieder.

In der Umfrage wollten 52 % einen Rücktritt von Gesundheits-Stadträtin Wehsely, 39 % sehen Finanzstadträtin Brauner als rücktrittsreif, 28 % Sandra Frauenberger. Großen Zuspruch gibt es für Ludwig, Sima und Mailath-Pokorny.

Kritik an Spitälern, Schulen, Arbeitsplatz

Insgesamt wird die Arbeit der rot-grünen Stadtregierung ein Jahr nach der Wahl katastrophal bewertet: 42 % sind mit der Arbeit nicht zufrieden, nur 31 % zufrieden.

52 % meinen, Wien sei im letzten Jahr weniger lebenswert geworden, nur 21 % sehen eine positive Entwicklung.

Laut Umfrage löst die Wiener Stadtregierung die Probleme bei:

  • Gesundheit & Spitälern zu 69 % schlecht,

  • Schulen und Bildung zu 67 % schlecht,

  • den Arbeitsplätzen zu 65 % schlecht

  • und beim Asyl und bei Flüchtlingen zu 65 % schlecht.

Nur Sauberkeit und Umwelt (72 %), Öffis (67 %) und Wohnen (57 %) werden positiv bewertet.

Häupl Grafiken © TZOe

Häupls neues Team: Wer muss noch gehen, wer kommt neu?

Am nächsten Wochenende wird Michael Häupl auf einer SP-Klausur sein Team neu ordnen.

ÖSTERREICH verriet schon letzte Woche – auf Basis von Insider-Informationen – wie Häupls Team für den Neustart in Wien aussehen soll.

Die Stadträtinnen Sonja Wehsely und Renate Brauner müssen gehen, Michael Ludwig folgt Brauner als ­Finanz-Stadtrat nach. Auf Wehsely soll der anerkannte Integrations- und Sozial-Manager Peter Hacker folgen, auf Ludwig im Wohn-Ressort eine Frau aus den „Flächenbezirken“ – eventuell Kathrin Gaal.

Der erste Teil der Rochade wurde Freitag Realität: Sonja Wehsely ging freiwillig, das Schicksal von Brauner & Co. ist vorerst offen.

Umfrage erschüttert die SPÖ: Wie tief ist der Absturz wirklich?

Erste Infos über die Research-
Affairs-Umfrage sorgten bereits gestern für Aufregung.

Die katastrophalen Werte für die SPÖ in der neuesten Wien-Umfrage des neuen, zuletzt extrem treffsicheren Instituts Research Affairs sorgten bereits gestern in der Wiener SPÖ für enorme Aufregung und Katastrophen-Stimmung.

Die SPÖ hat aufgrund eigener Umfragen im Herbst einen Absturz auf etwa 30 % erhoben – aber dass sie nun (nach den Personal-Querelen der letzten Wochen) nur noch bei 25 % liegt, lässt in der Partei alle Alarmglocken schrillen. Vor allem zeigt die Umfrage, dass durch den Streit in der SPÖ erstmals auch das Ansehen des Bürgermeisters Schaden nimmt. Höchste Zeit für den Neustart ...

Häupl Grafiken © TZOe Zufriedenheit mit Bürgermeister Häupl

Häupl Grafiken © TZOe Zufriedenheit mit der Stadtregierung

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