Legionellen: Die unsichtbare Gefahr

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Die Legionellenfälle in Linz sorgen für Verunsicherung. Fest steht: Eine direkte Ansteckung zwischen Menschen gibt es nicht. So schützt man sich vor einer Infektion.
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Der aktuelle Legionellen-Ausbruch im Raum Linz mit mehreren Erkrankungen und Todesfällen sorgt für Verunsicherung. Viele Menschen fragen sich, wie hoch ihr persönliches Risiko ist und ob eine Ansteckung im Alltag droht. Die wichtigste Entwarnung vorweg: Legionellen werden nicht von Mensch zu Mensch übertragen. Wer mit Erkrankten Kontakt hatte, muss daher nicht befürchten, sich direkt angesteckt zu haben. Die Infektion erfolgt ausschließlich über das Einatmen feinster Wassertröpfchen, die mit Legionellen belastet sind.

So äußert sich die Erkrankung: 
Von Fieber bis Atemnot

Die Beschwerden treten meist zwei bis zehn Tage nach der Ansteckung auf. Typische Symptome sind plötzlich auftretendes hohes Fieber, Schüttelfrost, Husten, Kopf- und Brustschmerzen sowie Atemnot. Darüber hinaus können auch Durchfall, Erbrechen oder Verwirrtheit auftreten. Da die sogenannte Legionärskrankheit eine schwere Lungenentzündung verursachen kann, sollten Betroffene bei entsprechenden Symptomen rasch ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Legionellen keine Chance geben: 
Tipps für den Alltag

Vor einer Legionellen-Erkrankung (Legionärskrankheit) kann man sich schützen, indem man den Kontakt mit vernebeltem, belastetem Wasser vermeidet. Die Bakterien vermehren sich besonders in warmem, stehendem Wasser und werden über feinste Wassertröpfchen eingeatmet.

Wichtige Schutzmaßnahmen

  • Wasserleitungen regelmäßig nutzen: Nach längerer Abwesenheit Leitungen einige Minuten durchspülen, bis heißes bzw. kaltes Wasser konstant fließt.
  • Warmwasser ausreichend erhitzen: Legionellen vermehren sich bei Temperaturen zwischen etwa 20 und 45 °C. Höhere Warmwassertemperaturen hemmen ihr Wachstum.
  • Duschköpfe und Perlatoren reinigen: Kalk und Ablagerungen bieten Bakterien günstige Bedingungen.
  • Whirlpools und Luftbefeuchter gut warten: Diese Geräte können bakterienhaltige Wassertröpfchen verbreiten.
  • Stagnierendes Wasser vermeiden: Selten genutzte Leitungen und Armaturen sollten regelmäßig gespült werden.
  • In Hotels oder Ferienwohnungen: Nach längerer Nichtnutzung der Unterkunft das Wasser kurz laufen lassen, bevor geduscht wird.