Trend-Radar

London Fashion Week: Was London jetzt trägt, tragen wir bald alle!

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Über die großen Shows der London Fashion Week wird vielleicht weniger gesprochen als über New York oder Paris. Dafür lohnt sich ein Blick auf die Straßen: Zwischen Spitze, Animal Prints und Y2K-inspiriertem Fell zeichnet sich ziemlich deutlich ab, was uns modisch in den kommenden Monaten erwartet.
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Fashionistas wissen längst: Die eigentliche Fashion Week findet nicht mehr ausschließlich auf dem Laufsteg statt. Während Designer:innen ihre Kollektionen präsentieren, liefern die Straßen rund um die Shows mindestens genauso viel Inspiration. Streetstyle-Fotograf:innen sind inzwischen auf der Jagd nach den nächsten viralen Looks und oft sieht man dort Trends, die wenige Monate später plötzlich bei Zara, H&M und Co. hängen. Auch London hat dafür wieder einiges geliefert. Und obwohl die Fashion Week diesmal nicht ganz so viel Aufmerksamkeit bekommen hat, sind drei Trends besonders auffällig.

1. Spitze ist zurück, und zwar nicht schüchtern

Spitze hatte zuletzt immer wieder kleine Comebacks, jetzt scheint der Stoff endgültig wieder auf der Überholspur zu sein. Besonders auffällig: Spitzenstrumpfhosen und transparente Spitzenröcke. Getragen werden sie gerne im sogenannten No-Pants-Look, also unter kurzen Blazern, oversized Hemden oder Jacken, die die Frage offenlassen: Ist das jetzt ein Outfit oder wurde die Hose einfach vergessen?

Wer den Trend alltagstauglicher tragen möchte, kombiniert die transparente Spitze mit einem Minirock, Shorts oder einem Slip-Dress. So bleibt der Look sexy, ohne gleich nach "Ich bin auf dem Weg zum Musikvideo von Britney Spears" auszusehen.

2. Animal Prints werden zum Großwildgehege

Leopardenprint war gestern beziehungsweise: Er bleibt, bekommt aber Gesellschaft. Auf Londons Straßen war Animal Print in allen möglichen Varianten zu sehen. Zebra, Schlange, Tiger und sogar dezenter anmutende Tiermotive tauchen auf Kleidern, Mänteln, Röcken und Accessoires auf. Der Vorteil: Man muss sich nicht auf ein einziges Tier festlegen. Wer bisher dachte, Animal Print sei schwierig zu kombinieren, darf sich ebenfalls entspannen. Gerade als einzelnes Statement-Piece funktioniert der Trend erstaunlich unkompliziert. Eine Zebra-Tasche zu einem ansonsten schlichten Outfit? Ja. Ein Schlangenmuster-Rock mit schwarzem Pullover? Ebenfalls ja.

Und wer gleich komplett in Animal Print auftaucht, darf sich natürlich fragen, ob er gerade auf dem Weg zur Fashion Week oder zur Arche Noah ist. Der Trend zeigt aber vor allem: Tiermuster werden wieder selbstverständlicher und lösen sich zunehmend von ihrem Image als "sehr lauter Statement-Look".

3. Fell und Federn feiern ihr Y2K-Comeback

Falls Sie beim Anblick von Fellbesätzen sofort an Paris Hilton, "The Simple Life" und ein Juicy-Couture-Trainingsset denken: Wir sind wieder da. Fell und Federn tauchen aktuell vor allem als kleine Details auf. An Krägen, Ärmeln, Säumen oder als schmückendes Element an Jacken und Mänteln sorgen sie für einen Hauch von 2000er-Glamour. Und genau das macht den Trend diesmal etwas tragbarer. Statt komplett in einem überdimensionierten Fellmantel aufzutreten, reicht bereits ein flauschiger Kragen oder eine gefiederte Kante, um einem ansonsten schlichten Look etwas Drama zu verpassen.

Ein bisschen Carrie Bradshaw, ein bisschen "Gossip Girl", ein bisschen Ich habe gerade einen sehr wichtigen Termin bei Sephora. Wer es besonders verspielt mag, kombiniert das Ganze mit Minirock, hohen Stiefeln oder Überraschung – Spitze.

London zeigt: Mode darf wieder ein bisschen mehr Drama

Was diese Trends gemeinsam haben? Sie sind nicht unbedingt leise. Spitze, Animal Prints, Fell und Federn setzen bewusst Akzente und haben etwas Spielerisches an sich. Nach Jahren, in denen Minimalismus, cleane Basics und "Quiet Luxury" den Ton angegeben haben, wirkt die aktuelle Mode wieder experimentierfreudiger.