Robuste Pflanzen
Nur DIESE Pflanzen überleben auch die nächste Hitzewelle
Die vergangenen zwei Wochen haben vielen Gärten ordentlich zugesetzt. Temperaturen jenseits der 30 Grad, intensive Sonneneinstrahlung und kaum Regen sind für zahlreiche Pflanzen eine echte Belastungsprobe. Selbst wer regelmäßig zur Gießkanne gegriffen hat, musste teilweise mitansehen, wie Blumen und Sträucher schlappmachten oder komplett vertrockneten. Und genau solche Wetterphasen könnten in Zukunft häufiger vorkommen. Wer seinen Garten oder Balkon deshalb neu bepflanzen möchte, sollte nicht nur danach entscheiden, welche Pflanze besonders schön blüht – sondern auch, wie gut sie mit Hitze und Trockenheit zurechtkommt.
Lavendel
Lavendel gehört zu den Klassikern für heiße Sommer. Die mediterrane Pflanze liebt Sonne und kommt mit trockenen Böden gut zurecht. Wichtig ist vor allem, dass überschüssiges Wasser ablaufen kann. Staunässe verträgt Lavendel deutlich schlechter als längere Trockenperioden. Ideal für: sonnige Beete, Balkonkästen und Kübel.
Rosmarin
Auch Rosmarin ist an heiße und trockene Bedingungen gewöhnt. Die Pflanze liebt einen sonnigen Standort und benötigt nach dem Anwachsen vergleichsweise wenig Wasser. Gleichzeitig lässt sie sich direkt als Küchenkraut verwenden. Ideal für: sonnige Balkone, Terrassen und Kräuterbeete.
Thymian
Klein, robust und ausgesprochen genügsam: Thymian gehört zu den Kräutern, die auch mit längeren trockenen Phasen gut umgehen können. Besonders wohl fühlt er sich an warmen, sonnigen Plätzen mit durchlässigem Boden. Ideal für: Balkonkästen, Kräuterbeete und Steingärten.
Salbei
Salbei stammt ebenfalls aus dem Mittelmeerraum und ist deshalb einiges an Sonne und Trockenheit gewöhnt. Nach dem Anwachsen kommt er mit wenig Wasser aus und eignet sich dadurch besonders für Gartenbereiche, in denen regelmäßig hohe Temperaturen herrschen.
Fetthenne
Die Fetthenne ist eine echte Überlebenskünstlerin. Ihre fleischigen Blätter können Wasser speichern, wodurch sie auch längere Trockenperioden übersteht. Gleichzeitig sorgt sie mit ihren Blüten für Farbe und ist bei Insekten beliebt. Ideal für: sonnige Beete, Steingärten und Töpfe.
Sonnenhut
Wer auch während einer Hitzewelle nicht auf bunte Blüten verzichten möchte, kann Sonnenhut pflanzen. Die robuste Staude kommt nach dem Anwachsen mit Trockenheit vergleichsweise gut zurecht und liebt sonnige Standorte.
Olivenbaum
Für mediterranes Urlaubsfeeling auf Balkon oder Terrasse eignet sich ein Olivenbaum. Wärme und Sonne machen ihm wenig aus, weshalb er auch mit intensiven Sommerperioden gut zurechtkommt. Im Topf sollte allerdings besonders auf eine gute Drainage geachtet werden.
Oleander
Der Oleander ist ein weiterer Klassiker für heiße Sommer. Er liebt Sonne und Wärme und kann auch sehr hohe Temperaturen gut vertragen. Allerdings benötigt er im Topf regelmäßig Wasser, "hitzefest" bedeutet also nicht automatisch "pflegefrei". Wichtig: Oleander ist giftig und sollte deshalb nicht in Reichweite von Kindern oder Haustieren stehen.
Ziergräser
Auch viele Ziergräser sind für trockenere und heißere Standorte geeignet. Sie bringen Struktur in den Garten und müssen nach dem Anwachsen häufig weniger gegossen werden als empfindliche Sommerblumen. Welche Sorte geeignet ist, hängt allerdings stark vom Standort ab.
Warum manche Pflanzen trotz Gießen eingegangen sind
Das Problem während extremer Hitzewellen ist nicht nur fehlendes Wasser. Bei sehr hohen Temperaturen kann die Verdunstung über Blätter und Boden enorm zunehmen. Gleichzeitig kann intensive Sonne Blätter und Blüten regelrecht schädigen. Besonders gefährdet sind Pflanzen im Topf: Kleine Gefäße heizen sich schnell auf und trocknen deutlich schneller aus als der Boden im Garten. Auch frisch gepflanzte Gewächse haben noch kein ausreichend tiefes Wurzelsystem und können bei Extremhitze schneller an ihre Grenzen kommen.
So wird der Garten hitzefester
Wer nach den Erfahrungen der vergangenen Wochen seinen Garten zukunftsfitter machen möchte, sollte deshalb nicht nur auf einzelne Pflanzen setzen. Mulchen hilft dabei, Feuchtigkeit im Boden zu halten. Größere Pflanzgefäße trocknen weniger schnell aus als kleine Töpfe und ein Standort mit etwas Schatten am Nachmittag kann empfindlichere Pflanzen schützen. Beim Gießen gilt: Lieber seltener und dafür gründlich wässern, damit das Wasser auch tief in den Boden gelangt. Bei frisch gesetzten Pflanzen ist regelmäßiges Gießen allerdings besonders wichtig.
Die vergangenen zwei Wochen haben gezeigt, wie schnell extreme Hitze einen Garten verändern kann. Wer jetzt Pflanzen ersetzt, sollte deshalb bereits an die nächsten Hitzewellen denken. Mediterrane Kräuter, trockenheitsverträgliche Stauden und robuste Kübelpflanzen sind deutlich besser auf lange Hitzeperioden vorbereitet als viele klassische Sommerblumen.