Engpass droht
Am 10. April erreicht die letzte Öl-Lieferung Europa
06.04.2026
Die blockierte Straße von Hormus sorgt weltweit für eine Energiekrise. Laut der US-Großbank JP Morgan erhält Europa ab dem 10. April kein Erdöl aus dem Nahen Osten.
Am 10. April erreichen die letzten vor Kriegsbeginn verschickten Rohöllieferungen Europa. Danach gibt es keine neuen Importe aus den Golfstaaten.
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Vom Iran-Krieg ist Europa nicht am härtesten betroffen. Asien sowie der Süden Afrikas leiden sehr unter der Blockade. Laut der JP-Morgan-Studie fallen dort schon seit dem 1. April die meisten Lieferungen aus. Der Süden Afrikas kämpft sogar seit dem 15. März gegen ausfallende Lieferungen an.
China und Indien leiden sehr unter der Blockade
Vor allem für China und Indien sind die Engpässe ein großes Problem. 90 Prozent ihrer Ölimporte kommen aus dem Nahen Osten. Die Blockade betrifft auch Nordamerika. Sie drohen ab dem 15. April die Folgen des Krieges zu spüren.
Nordamerika importiert vor allem Diesel aus dem persischen Golf. Ein Drittel der Importe des Treibstoffes stammt aus dem Nahen Osten. Wenn die Verantwortlichen keine Lösung für die Blockade finden, könnte dies schwerwiegende Folgen für Transport, Landwirtschaft und das Heizen bedeuten.
Auch bei anderen raffinierten Produkten mangelt es an Importen. Etwa bei Kerosin, wichtig für den Flugverkehr, und Naphtha, das in der Chemieindustrie benötigt wird, drohen nun Engpässe. Auf dem weltweiten Markt fehlen schon jetzt Millionen Barrel Öl. Die ersten Folgen sind ebenfalls zu spüren. Die Anzahl an Flugausfällen steigt stetig an.