Kosten-Alarm
Energie wird Luxus: Jeder 8. Haushalt am Limit
20.03.2026Steigende Energiepreise verschärfen die Lage: Immer mehr Haushalte geraten unter Druck – besonders für Menschen mit wenig Einkommen wird Heizen und Strom zur Belastung.
Aufgrund des Iran-Kriegs sind die Energiepreise zuletzt erneut deutlich gestiegen. Zunächst machte sich das vor allem an den Zapfsäulen bemerkbar, doch auch die Gaspreise zogen spürbar an. Experten warnen bereits, dass dadurch mittelfristig auch die Heizkosten für Haushalte steigen könnten.
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Für einkommensschwache Familien könnte sich die Situation damit weiter zuspitzen.
Jeder 8. Haushalt betroffen
Wie aktuelle Zahlen der Statistik Austria zeigen, hatte bereits 2024 jeder achte Haushalt Probleme, sich Energie zu leisten. "12,5 Prozent aller Haushalte in Österreich waren im Jahr 2024 energiearm - das heißt, sie hatten entweder überdurchschnittlich hohe Energiekosten bei wenig Einkommen oder mussten aus finanziellen Gründen stark Energie sparen", sagte Statistik-Generaldirektorin Manuela Lenk laut Aussendung.
Armut als Hauptfaktor
Besonders stark betroffen sind Haushalte mit geringem Einkommen und niedriger Erwerbsintensität. Fast jeder zweite armutsgefährdete Haushalt (45,8 Prozent) hatte Schwierigkeiten, die monatlichen Energiekosten zu stemmen. Auch Ein-Eltern-Haushalte kämpfen: Rund ein Viertel von ihnen gilt laut Statistik Austria als energiearm.
Große Unterschiede
Deutlich besser ist die Lage bei Haushalten ohne Armutsgefährdung. Hier sind nur 5,9 Prozent betroffen. Die Zahlen zeigen klar: Energiearmut ist eng mit sozialer Ungleichheit verbunden – und könnte sich durch steigende Preise weiter verschärfen.