KV-Abschluss

Gehaltssprung für 17.500 Beschäftigte

02.04.2026

Gute Nachrichten für Österreichs Seilbahner: Die Gewerkschaft vida und die Seilbahnwirtschaft einigten sich auf höhere Löhne. Davon profitieren vor allem Lehrlinge und kleine Einkommen.

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Der neue Kollektivvertrag tritt am Freitag, 1. Mai 2026, offiziell in Kraft. Die Verhandlungen der Gewerkschaft vida brachten den rund 17.500 Beschäftigten in der österreichischen Seilbahnwirtschaft ein Plus in der Geldbörse. Das Verhandlungsteam der zuständigen Gewerkschaft vida unter Leitung von Andreas Hochwimmer, Vorsitzender des vida-Berufsgruppenausschusses Seilbahnen, konnte trotz schwieriger Rahmenbedingungen eine durchschnittliche Lohnerhöhung um 3,57 Prozent (unter Einrechnung eines Sockelbetrages von mindestens 80 Euro) auf die KV-Löhne erreichen, heißt es in einer Gewerkschafts-Aussendung.

Besonders erfreulich ist das Ergebnis für jene Beschäftigten, die in den unteren Lohngruppen eingestuft sind. Durch die neue Regelung steigen die Gehälter für kleinere Einkommen sowie für Lehrlinge um insgesamt 3,74 Prozent. Auch der Einstiegslohn in der Branche wurde im Zuge der Verhandlungen angehoben und liegt ab Mai bei 2.218 Euro brutto im Monat. Die Laufzeit des neuen Vertrages ist bis zum 30. April 2027 festgesetzt.

Für Kajetan Uriach, Landesgeschäftsführer der Gewerkschaft vida Salzburg, ist dieser Abschluss ein wichtiges Signal für die Zukunft der Branche. "Die Seilbahnwirtschaft Österreichs achtet auf Sicherheit und hohe Qualität. Um diese dauerhaft zu sichern, sind gut ausgebildete Lehrlinge für alle in der Branche wichtig", so Uriach. Er betont: "Auch mit dem anstehenden Generationenwechsel ist es erforderlich, das relevante Fachwissen und auch die Liebe zum Beruf weiterzugeben."

Stabile Partnerschaft in Österreich

Trotz der aktuell schwierigen Rahmenbedingungen zeigte sich die Sozialpartnerschaft in der Seilbahnwirtschaft erneut als äußerst stabil. Laut Uriach waren die Verhandlungen von gegenseitigem Respekt geprägt, wobei sich die Partner auf Augenhöhe begegneten. Dies sei für die für Österreich so wichtige Branche von großer Bedeutung. In der Seilbahnwirtschaft Österreich arbeiten zu den saisonalen Spitzenzeiten rund 17.500 Beschäftigte in 250 Seilbahnunternehmen. Die Branche sichere zudem regional wichtige Arbeitsplätze in den Tourismusregionen.